Willy Praml

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Willy Praml (* am 31. August 1941 in Landshut) ist ein deutscher Theatermacher und Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

1960 Abitur am Deutschen Gymnasium in Freising. Von 1961 bis 1968 studierte er Germanistik, Geschichte und Geografie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Von 1968 bis 1971 hauptamtlicher Bundesreferent für musische Bildung beim Bund Deutscher Pfadfinder in Berlin. Von 1971 bis 2000 hauptamtlicher Mitarbeiter für Theater- und Kulturarbeit an der staatlichen Hessischen Jugendbildungsstätte Dietzenbach. Er praktizierte Theaterarbeit mit Laien, darunter auch Schüler und Lehrlingen.

Zusammen mit Hansjörg Maier erhielt Praml 1979 den mit 10.000 Mark dotierten Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin für die „theaterpädagogische Arbeit mit Jugendlichen an der hessischen Jugendbildungsstätte Dietzenbach“.[1] Von 1979 bis 1990 entwickelte Willy Praml neue Theaterformen in hessischen Dörfern, besonders in der Gemeinde Brechen bei Limburg an der Lahn. Hieraus entstanden mehrere Theaterproduktionen mit teilweise über 100 Mitwirkenden.

1991 gründete Praml das freie Theater Willy Praml in Frankfurt am Main und spielt mit diesem seit dem Jahr 2000 in der Naxoshalle in Frankfurt am Main. 1994 führte er zur 1200-Jahr-Feier Frankfurts mit Profis und Laien Goethes Faust in der Paulskirche auf.[2]

Im Jahr 2000 wurde die Hessische Jugendbildungsstätte Dietzenbach geschlossen und Willy Praml als Dozent an die Fachhochschule Frankfurt versetzt. Mit dem Wintersemester 2006/07 wurde er in den Ruhestand versetzt, seitdem widmet sich Willy Praml ausschließlich der Leitung des von ihm gegründeten Theater Willy Praml.

Seit 2008 ist Willy Praml in Kooperation mit dem Frankfurter Theaterpädagogen Gerd Müller-Droste beim Projekt Theater und Schule beteiligt.[3][4] Im Jahr 2010 war Willy Praml bei der Aufführung von Jedermann beim Sommerfest des Landrates des Main-Taunus-Kreises federführend beteiligt.[5] Für seine vielfältigen Beiträge zur Kultur wurde er 2011 von der Stadt Frankfurt mit dem alle zwei Jahre verliehenen und mit 50.000 € dotierten Binding-Kulturpreis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 1980, S. 80.
  2. Willy Praml in der Reihe Frankfurter Gesicher der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
  3. Theater Willy Praml & Albert-Einstein-Gymnasium in Partnerschaften Theater und Schulen Frankfurt am Main.
  4. Andrea Rost: Abitur auf der Bühne. In Frankfurter Rundschau vom 26. April 2012.
  5. Jöran Haners: Der Jedermann als Yuppie. In Frankfurter Rundschau vom 22. Juni 2010.