Windows Media Player

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Windows Media Player
Logo vom Windows Media Player (Version 12)
Entwickler Microsoft Corporation
Erscheinungsjahr 1998
Aktuelle Version 12.0.7601.17514 (Windows 7 SP1)
Betriebssystem Windows, Mac OS X (für Mac OS X eingestellt)
Kategorie Mediaplayer
Lizenz Proprietär
Deutschsprachig ja
windows.microsoft.com

Windows Media Player ist ein Computerprogramm, um Audio- und Videodateien abzuspielen. Windows Media Player ist in der Version 12.0 für Windows 7 und Windows Mobile verfügbar (bis Version 9 auch für Mac OS X)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktionen

Neben der Abspielfunktion besteht die Möglichkeit des Brennens von Audio-CDs sowie das allgemeine Kopieren von ungeschützten CDs (siehe auch Digital Rights Management). Weiterhin sind eine Verwaltungsfunktion der Medienarchive, eine Synchronisationsfunktion für tragbare Geräte, wie z. B. MP3-Player oder PDAs, ein Internetradio-Empfänger (nur bis Version 10) sowie eine Schnittstelle zum legalen Kauf von Musik und Videos bei verschiedenen Anbietern, wie z. B. T-Home Vision, vorhanden.

[Bearbeiten] Audio-Dateiformate

Zum Kopieren von Musik auf den Computer verwendet der Windows Media Player zum einen Microsofts hauseigenes Format WMA in verschiedenen Qualitätsstufen (konstante Bitrate 48–192 kBit/s, variable Bitrate 40–75 kBit/s bis 240–355 kBit/s, WMA Lossless, mit Version 11 verfügbar: WMA 10 Pro), seit Version 10 ist es auch möglich, mit hilfe eines eingebauten Fraunhofer-Kodierers in das plattformunabhängige MP3-Format zu kopieren, jedoch nur in vier Qualitätsstufen (128, 192, 256, 320 kBit/s) und ohne Unterstützung variabler Bitraten.

Beim Kopieren von CDs ist es möglich, die Tag-Informationen der Titel automatisch mittels einer Internetdatenbank zu ergänzen. Titel- und Interpretinformationen stehen so ohne Eingabe durch den Benutzer zur Verfügung.

[Bearbeiten] Nachladbare Codecs

Durch das Herunterladen weiterer Codecs ist es möglich, vorher nicht unterstützte Formate abzuspielen; ferner gibt es die Möglichkeit, durch den Kauf eines DVD-Codecs die Abspielmöglichkeit für DVDs nachzurüsten. Bei den Betriebssystem-Versionen „Windows Vista Home Premium“ und „Windows Vista Ultimate“ ist ein DVD-Codec für den Windows Media Player serienmäßig enthalten und muss nicht zusätzlich erworben werden.[1] Bei „Windows Vista Home Basic“ und „Windows Vista Business“ muss ein externer Codec installiert werden bzw. ein Upgrade auf eine DVD-wiedergabefähige Version erfolgen.

[Bearbeiten] Weitere Funktionen

Seit Version 9 ist die Funktion „Miniplayer-Modus“ integriert, dabei minimiert sich der Player vollständig in die Windows-Taskleiste, und die Bedienelemente stehen darüber zur Verfügung. Außerdem ist seit der Version 7 eine Brennfunktion für Musik-CDs integriert. Diese CDs können auf einem normalen CD-Player abgespielt werden. Dem Player ist es außerdem möglich, zur Musik so genannte Visualisierungen anzuzeigen – grafische Bildschirmausgaben, die sich im Rhythmus des Audiosignals verändern.

Die Wiedergabelisten des Windows Media Players werden im Format WPL (Windows Media Playlists) gespeichert, das auf XML basiert und mit XML- oder auch Texteditoren bearbeitet werden kann.[2]

[Bearbeiten] Wiedergabegeschwindigkeit

Ab der in Windows 7 integrierten Version 12.0 können Audio- und Videodateien in drei verschiedenen Geschwindigkeiten (langsam, normal, schnell) ohne Änderung der Tonhöhe abgespielt werden.

[Bearbeiten] Wettbewerbsrechtliche Probleme

Der Media Player wird mit Microsoft Windows ausgeliefert. Diese Vertriebsart wurde von den Wettbewerbsschützern der Europäischen Union als Ausnutzung von Microsofts Quasi-Monopol auf dem Betriebssystemmarkt missbilligt. Als Reaktion auf die Forderung nach Entkoppelung des Media Player vom Betriebssystem bietet Microsoft Windows-Versionen ohne Media Player an, wie etwa Windows XP Home Edition N [3], Windows Vista Home Basic N[4], Windows Vista Business N[5] oder Windows 7 Home Edition N.

Eine vollständige Deinstallation des Media Players ist nicht möglich, da das Programm tief in das System integriert ist.

[Bearbeiten] Windows Media Player 11

Am 30. Oktober 2006 erschien die finale deutschsprachige Version des Windows Media Players 11. Sie steht seitdem kostenfrei auf der Microsoft-Webseite zum Download bereit. [6][7] Zuvor erschienen die einzige deutschsprachige Betaversion am 12. Mai 2006 und eine zweite Betaversion am 1. September 2006, allerdings nur in englischer Sprache. [8]

Der Windows Media Player 11 ist der erste Media Player, der unmittelbar zum Start auch als 64-Bit-Variante herauskam; beim Vorgänger WMP 10 wurde die x64-Ausführung erst mit dem Erscheinen von Windows XP Professional x64 implementiert.

Die Installationsroutinen der Windows Media Player Versionen 10 und 11 überprüfen die vorhandene Windows-Lizenz mittels einer WGA-Prüfung auf ihre Rechtmäßigkeit.

[Bearbeiten] Versionsgeschichte

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[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Windows Vista Product Guide: 2.02 Windows Vista Editions Feature Table Download bei microsoft.com (englisch)
  2. Windows Media Developer Center: Windows Media Playlists
  3. Nickles.de: Windows XP Home Edition N kommt
  4. Windows Vista Home Basic N: http://www.microsoft.com/germany/windows/products/windowsvista/editions/homebasic/n/default.mspx
  5. Windows Vista Business N: http://www.microsoft.com/germany/windows/products/windowsvista/editions/business/n/default.mspx
  6. WinFuture: Nachricht über das Erscheinen der finalen Version
  7. ComputerBase: Meldung über den Vertriebsstart der offiziellen, deutschsprachigen Version
  8. ComputerBase: Meldung über das Erscheinen der 2. Beta-Version in englischer Sprache
  9. http://www.microsoft.com/presspass/press/2000/Jul00/WMP7PR.mspx
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