T-Home

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T-Home
Logo der T-Home
Firmensitz Bonn
Schlüsselpersonen
Beteiligungen
Mitarbeiter 110.000 Mitarbeiter international – davon rd. 88.000 in Deutschland (Dez. 2005)
Branche Telekommunikation
Webseite www.telekom.de

T-Home war sowohl ein in der Produktvermarktung verwendeter Markenname als auch die Bezeichnung eines Geschäftsfeldes der Deutschen Telekom AG (DTAG), in dem die Aktivitäten der DTAG im Bereich der leitungsgebundenen Festnetzkommunikation gebündelt war und das von Niek Jan van Damme jetzt gemeinsam mit der deutschen Mobilfunksparte als Telekom Deutschland GmbH geführt wird. Die anderen operativen Segmente der Deutschen Telekom sind Mobilfunk Europa, Mobilfunk USA (T-Mobile) und Geschäftskunden (T-Systems). T-Home war kein rechtlich selbständiges Unternehmen. Die Geschäftseinheit wurde am 30. März 2010 von der Deutschen Telekom AG ausgegliedert und an die Tochtergesellschaft T-Mobile Deutschland GmbH übergeben, die nun unter Telekom Deutschland GmbH firmiert. Die Telekom Deutschland GmbH bietet nun die Dienstleistungen der Marke T-Home sowie T-Mobile „aus einer Hand“ an. Seitdem ist die Marke T-Home nahezu komplett verschwunden.

Die Marke[Bearbeiten]

Ursprünglich vermarktete die Deutsche Telekom unter der Marke T-Home ab 2006 eine Variante ihres Breitband-Internetanschlusses T-DSL, mit dem man zusätzlich Fernsehprogramme in voller Auflösung auf seinem Computer oder Fernsehen anschauen konnte, und das damit als vierter Verbreitungsweg in Konkurrenz zu den drei klassischen Empfangsmöglichkeiten Terrestrik, Kabel und Satellit treten sollte. (Die Kabelgesellschaften hatten umgekehrt kurz zuvor begonnen, Telefon- und Internetanschlüsse anzubieten.) Dieser Dienst wird von der Deutschen Telekom weiterhin angeboten (unter dem Namen Telekom Entertain).

Die Verwendung der Marke T-Home hat sich aber ab dem 19. Mai 2007 grundlegend verändert: Seitdem werden alle festnetzbezogenen Dienste der Telekom (Festnetztelefon (analog und ISDN), Internet, DSL und IPTV) unter der Dachmarke T-Home zusammengefasst; die bisherige Dachmarke T-Com wurde in Deutschland aufgegeben, wird aber in zahlreichen anderen Ländern (Kroatien, Montenegro, Slowakei) bis heute verwendet. Lediglich in Mazedonien und seit Ende 2008 in Ungarn hat man ebenfalls auf T-Home umgestellt.

T-Home wurde als Name gewählt, um es in deutlicheren Kontrast zu den unter T-Mobile zusammengefassten mobilen Diensten (Mobilfunk, Hot Spots) zu setzen.

Unter dem ehemaligen Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke hatte T-Com erst vor wenigen Jahren die ursprüngliche Marke T-Net abgelöst, die noch aus der Zeit des ersten Telekom-Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer stammte. Damit hat - abgesehen von den beiden Interimsvorständen Helmut Ricke und Helmut Sihler - bislang jeder Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom das Festnetzgeschäft umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Juni 2006 erfolgte die Freigabe der Verschmelzung der T-Online International AG mit der Deutsche Telekom AG durch den BGH. Die Verschmelzung wurde am 6. Juni 2006 mit dem Eintrag ins Handelsregister endgültig vollzogen, damit wurden alle bisherigen geschäftlichen Aktivitäten von T-Com und T-Online unter der Marke T-Com zusammengelegt. T-Online wurde zu einer selbstständigen Geschäftseinheit von T-Com.

Bei der Präsentation der neuen Unternehmensstrategie der Deutschen Telekom AG am 1. März 2007 verkündete Konzernchef René Obermann, dass ab Sommer 2007 zur besseren Orientierung der Privatkunden in Deutschland der Markenauftritt radikal vereinfacht werden soll: T-Home soll für alle Telekommunikationsangebote der Deutschen Telekom stehen, die zu Hause genutzt werden. T-Home wurde mit einer Werbekampagne ab 19. Mai 2007 eingeführt und die Vermarktung von Festnetztelefonie, Internet und IPTV-Produkten erfolgt seither unter dieser Marke.

Die Kundenkommunikation bei Rechnungsstellungen erfolgt bis einschließlich März 2008 unter dem Briefkopf T-Com. Seit April 2008 wird das einfache Telekom-Logo (Magenta-T mit den Digits) ohne weitere Markenbezeichnungen auf den Rechnungsbriefköpfen verwendet. In den Absenderangaben verschwand T-Com bereits im März 2008.

Tätigkeitsfelder[Bearbeiten]

Bis zur Verschmelzung mit T-Online stellte T-Com das klassische Geschäftsfeld der Deutschen Telekom AG dar, das diese nach der Postreform von ihrem Rechtsvorgänger, der Deutschen Bundespost übernommen hat. Die Festnetzsparte ist der Bereich, der im Laufe der letzten Jahre die größten Gewinne erwirtschaftete und so den Aufbau der neuen Geschäftsbereiche Mobilfunk, Online und Geschäfts- und Systemkunden ermöglichte. Die T-Com hat derzeit 39 Millionen Telefonanschlüsse vermarktet, davon 33 Millionen in Deutschland, was T-Com dort zum Quasi-Monopolisten macht.

Die T-Com betreibt in Deutschland zwei Leitungsnetze: Zum einen das digitale T-Net, auch bekannt als das klassische leitungsvermittelte Telefonnetz in Deutschland und zum zweiten das DTAG-IPnet, ein Hochleistungs-Glasfasernetz (Backbone) zwischen 74 Standorten in Deutschland und einigen weiteren im Ausland, das der Übertragung von Internet-Datenverkehr dient. Derzeit baut T-Com eine NGN-O Plattform (Next Generation Network Overlay) auf, mit der übergangsweise die Funktionen dieser beiden getrennten Netze verbunden werden. Die NGN-Overlay-Plattform sorgt dabei für einen Übergang zwischen dem Internet und dem herkömmlichen Telefonnetz (Click to dial).

Im südöstlichen Mitteleuropa tritt die T-Com im Fall der ungarischen Magyar Telekom, der Slovak Telekom und der kroatischen T-Hrvatski Telekom wie in Deutschland als etablierter Netzbetreiber auf. Eine Sonderstellung nimmt Bosnien-Herzegowina ein, wo die Deutsche Telekom AG den Auftrag erhalten hat, das durch den Bürgerkrieg zerstörte Telefonnetz wieder aufzubauen.

Bei ihren ehemaligen Auslandsbeteiligungen in Westeuropa war sie dagegen als Wettbewerber ohne eigene letzte Meile auf den Märkten präsent, der die Vorleistungen der dortigen etablierten Anbieter für den Anschluss der Kunden in Anspruch nahm. Nachdem bereits die Verbindungsnetzbetreiber-Aktivitäten in Österreich vor längerer Zeit eingestellt waren, wurden im Frühjahr 2007 auch die Internet-Tochtergesellschaften Club Internet in Frankreich (an Neuf Cegetel) und ya.com in Spanien sowie Terravista in Portugal an France Telecom verkauft, weil dort trotz Aufbau eigener ADSL2+-Anschlussnetze kein ausreichender Breitband-Marktanteil erreicht werden konnte. Diese Auslandsbeteiligungen wurden vor der Re-Integration in die T-Com von der T-Online AG gehalten.

Die Deutsche Telekom plant in Zukunft, ihre Auslandsbeteiligungen auf den Mobilfunksektor zu konzentrieren, wo stärkere Wachstumspotentiale vermutet werden.

Zu den weiteren geschäftlichen Aktivitäten von T-Com gehören u. a. der Betrieb der inzwischen in eine GmbH ausgegliederten Telekom Shops (vormals T-Punkt), in denen sie ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen sowie die der anderen DTAG-Geschäftsbereiche an Endkunden verkauft und die Herausgabe von Telefonbüchern über ihre Tochter DeTeMedien.

Sponsoring der Deutschen Fußball-Bundesliga[Bearbeiten]

Von 2006 bis 2009 war T-Home (zuerst noch unter dem alten Namen T-Com) offizieller Sponsor der 1. und 2. Fußball-Bundesliga, das T-Home-Logo war auf jedem Fußball-Trikot der Mannschaften aus beiden Ligen auf dem linken Ärmel zu sehen. Außerdem hätte die Deutsche Telekom gegen einen Aufpreis das Recht gehabt, den Markennamen "Bundesliga" in "T-Home Bundesliga" zu ändern, wie dies z. B. in Österreich der Fall ist („tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile“). Auf dieses Recht wurde aber in Rücksprache mit der Deutschen Fußball-Liga verzichtet.

Seit 2002 ist die Deutsche Telekom Haupt- und Trikotsponsor des FC Bayern München, welcher unter anderem für die Marken T-Home und Liga Total wirbt. Am 18. und 19. Juli 2009 richtete die Deutsche Telekom erstmals ein Fußballturnier namens T-Home Cup (heute LIGA total! Cup) aus.[1]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Bonn: T-Home Cup 2009 - Telekom richtet erstmalig hochklassiges Fußballturnier aus

Weblinks[Bearbeiten]