Wittelsbachermuseum Aichach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Wittelsbachermuseum ist ein archäologisches und kulturgeschichtliches Museum im schwäbischen Aichach im Landkreises Aichach-Friedberg. Das Museum wurde im Jahr 1989 als siebtes Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München eröffnet. Es befindet sich im „Stadtturm“ von Aichach, einem Teil der ehemaligen Stadtbefestigung. Seinen Namen erhielt das Museum wegen der dort ausgestellten umfangreichen Dokumentation der Burg Wittelsbach, die vom 10. bis Anfang des 13. Jahrhunderts der Stammsitz der Wittelsbacher war.

Ausstellung und Exponate[Bearbeiten]

Die Ausstellung, die sich über vier Etagen erstreckt, beginnt mit erdgeschichtlichen Funden aus dem Aichacher und Friedberger Gebiet, tertiären Fossilien von Tieren und Pflanzen. Daran schließt sich eine Einführung in die verschiedenen Methoden der Archäologie, der Rekonstruktion von Funden sowie deren Auswertung an. Der thematische Bogen spannt sich hierbei über frühgeschichtliche Funde aller Besiedelungsphasen der Region bis hin zur Römerzeit und dem beginnenden Frühmittelalter. Relativ neue Funde stammen aus einer Nekropole der Hallstattzeit.

Der folgende Museumsabschnitt befasst sich mit den Ausgrabungsbefunden aus der Burg Oberwittelsbach. Die Entstehung als einfache Wallanlage, das Wachstum zur mauerbewehrten Burg und ihre Zerstörung im Jahr 1209 werden nachgezeichnet, die Anlage anhand von Detailmodellen plastisch nachempfunden. Erstmals wurde in Süddeutschland eine Burganlage so intensiv archäologisch untersucht. Die Ausstellung schließt mit Keramik- und Glasfunden aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, die aus dem Ortskern von Aichach stammen.

Weblinks[Bearbeiten]

48.460211.1326Koordinaten: 48° 27′ 37″ N, 11° 7′ 57″ O