Aichach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Aichach-Friedberg | |
| Höhe: | 446 m ü. NN | |
| Fläche: | 92,97 km² | |
| Einwohner: |
20.205 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 217 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86551 | |
| Vorwahl: | 08251 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AIC | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 71 113 | |
| LOCODE: | DE AIC | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Stadtplatz 48 86551 Aichach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Habermann (SPD) | |
| Lage der Stadt Aichach im Landkreis Aichach-Friedberg | ||
Aichach ist die Kreisstadt des Landkreises Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Aichach liegt in der Region Augsburg an der Paar.
Es existieren folgende Gemarkungen: Aichach, Algertshausen, Ecknach, Edenried, Gallenbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Klingen, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Sulzbach, Untergriesbach, Untermauerbach, Unterschneitbach, Unterwittelsbach und Walchshofen.
Gemeindeteile sind:[2]
Aich, Aichach, Algertshausen, Andersbach, Blumenthal, Ecknach, Edenried, Eitershofen, Froschham, Gallenbach, Gansbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Hofgarten, Ippertshausen, Klingen, Knottenried, Matzenberg, Neuhausen, Neuhausen, Neumühle, Nisselsbach, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberneul, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Röckerszell, Sulzbach, Tränkmühle, Untergriesbach, Untermauerbach, Untermühle, Unterneul, Unterschneitbach, Unterwittelsbach, Walchshofen, Wilpersberg, Windten und Wöresbach.
Klima[Bearbeiten]
| Aichach | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aichach
Quelle: Wetter Kontor
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Geschichte[Bearbeiten]
Stadtgeschichte[Bearbeiten]
Aichach kann auf eine bald tausendjährige Geschichte zurückblicken. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (vor 1078) wurde die Kirche von Aichach erstmals in einer chronikalischen Notiz des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg genannt. Die Ansiedlung ist sicher älter. 1250 wurde erstmals ein Komtur als Leiter eines Hauses des Deutschen Ordens in Aichach genannt. Aichach war bis 1384 der Sitz einer Deutschordenskommende, die später nach Blumenthal umzog und bis 1806 bestand. 1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer „unser Statt Aychach [...] allw die Recht [...] die unser Statt due die Burger ze Munichen [...] habent“.
1634 brannte Aichach nach einer Belagerung nahezu völlig ab. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges zogen die Truppen der Kriegsparteien immer wieder durch die schwer mitgenommene Stadt an der Straße von Augsburg nach Regensburg. Der Schwedengeneral Gustaf Horn rang mit den kaiserlichen Generälen Aldringen und Jan van Werth. 1704 kamen im Spanischen Erbfolgekrieg englische, holländische und spanische Truppen nach Aichach. Das herzogliche Schloss wurde zerstört. 1796 zogen französische und österreichische Truppen durch die Stadt und nahmen zum Leidwesen der Bürger in und bei Aichach Quartier. Im Gasthof des Bräuers Lorenz Alois Gerhauser am Stadtplatz wohnten u. a. der französische General Saint Cyr und 1799 der Kosakenführer Rimski-Korsakow. Die Stadt Aichach war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. Aichach besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Seit 1862 bestand das Bezirksamt Aichach, Vorläufer des Landkreises Aichach. Er bildete im Zuge der Kreisreform 1972 mit dem Landkreis Friedberg sowie einzelnen Gemeinden weiterer Landkreise den provisorischen „Landkreis Augsburg-Ost“. Dieser neue Landkreis gehörte zum Regierungsbezirk Schwaben. Der Landkreis erhielt am 1. Mai 1973 seinen endgültigen Namen 'Landkreis Aichach-Friedberg'.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Untergriesbach und Unterschneitbach nach Aichach eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgte die Eingemeindung der von Oberschneitbach, Sulzbach und Unterwittelsbach, und am 1. April 1972 wurde Walchshofen nach Aichach eingemeindet.[3] Am 1. Januar 1974 schloss sich die Eingemeindung von Algertshausen an, am 1. Januar 1977 folgten dann noch Klingen und Obermauerbach. In der bislang letzten Eingemeindungsphase wurden die Gemeinden Ecknach, Gallenbach, Griesbeckerzell (mit dem bereits am 1. Januar 1972 eingegliederten Edenried), Oberbernbach und Oberwittelsbach am 1. Januar 1978 zu Ortsteilen von Aichach.[4]
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1961: 12.673 Einwohner[4]
- 1970: 13.440 Einwohner[4]
- 1987: 16.202 Einwohner
- 2000: 20.051 Einwohner
- 2011: 20.888 Einwohner
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister ist Klaus Habermann (SPD).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 13,490 Mio. Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 5,198 Mio. Euro.
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 30 Stadträten zusammen.
| Parteien | 2008 | |
|---|---|---|
| Anteil | Sitze | |
| CSU | 39.1 % | 12 |
| SPD | 29.1 % | 9 |
| FWG | 18.4 % | 6 |
| CWG | 5.2 % | 1 |
| FDP | 4.7 % | 1 |
| Bündnis 90/Grüne | 3.5 % | 1 |
| Wahlbeteiligung | 57.8 % | |
Wappen[Bearbeiten]
Wappenbeschreibung: In Silber ein bewurzelter grüner Eichenbaum mit goldenen Eicheln.
Das Wappen von Aichach ist mit der Darstellung des Eichenbaums ein redendes Wappen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung bei dem Eichenwald“.
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
- Brixlegg (Österreich)
- Schifferstadt (Deutschland)
- Gödöllő (Ungarn)
Aichach-Unterwittelsbach mit dem Wasserschloss ist Ausgangspunkt und Gödöllö mit dem Königlichen Schloss der Endpunkt der sogenannten „Sisi-Straße“, die den Lebensweg der Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn nachzeichnet.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museen[Bearbeiten]
- Wittelsbachermuseum (im unteren Stadttor)
- Stadtmuseum Aichach
- Wasserschloss Unterwittelsbach im Stadtteil Unterwittelsbach.
Bauwerke[Bearbeiten]
- spätgotische Pfarrkirche, Innenausstattung um 1907 neu gestaltet vom Münchner Architekten Richard Berndl, dem Maler Gustav G. Klemm (1858–1938) und dem Bildhauer Jakob Bradl
- Ruine der Wittelsbacher Stammburg
- Wasserschloss in Unterwittelsbach (bei Aichach)
- JVA Aichach, Frauengefängnis in Bayern
- Schloss Blumenthal
Baudenkmäler[Bearbeiten]
Vereine[Bearbeiten]
- Königlich Bayerische Josefspartei
- Ballspiel-Club Aichach (BCA)
- Faschingsgesellschaft Paartalia Aichach e. V.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
- Bahnverbindung nach Augsburg und Ingolstadt (Paartalbahn)
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
- Amtsgericht Aichach
- Arbeitsamt Aichach
- Forstamt
- Gesundheitsamt
- Justizvollzugsanstalt
- Landratsamt Aichach-Friedberg
- Stadtbücherei Aichach
- Vermessungsamt
- Staatliches Veterinäramt
- Wasserwerk
Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]
- Freibad Aichach
- Hallenbad Aichach (an der Wittelsbacher Realschule)
- Jugendzentrum Aichach
- Landkreisstadion
- Tennisclub Aichach
Medien[Bearbeiten]
In Aichach erscheinen als Tageszeitungen:
- Aichacher Zeitung bei der Mayer & Söhne Druck- und Mediengruppe GmbH;
Alle Nichtabonnenten der Aichacher Zeitung erhalten am Mittwoch und Samstag den Aichacher Anzeiger als kostenloses Wochenblatt. - Aichacher Nachrichten (Regionalausgabe der Augsburger Allgemeine) bei der Presse-Druck- und Verlags-GmbH Augsburg
In der Radiolandschaft Aichachs gibt es zwei Lokalsender, hitradio.rt1 und Radio Fantasy, die eigene terrestrische Frequenzen besitzen, über Kabel können noch weitere angrenzende Regionalhörfunkprogramme und Sender mit nationalem und internationalem Verbreitungsgebiet empfangen werden.
Seit Februar 2011 gibt es einen Internet-Fernsehsender Aichach.tv, der mit regionalen Nachrichten, Berichten, Reportagen und Talksendungen aus Aichach und Region berichtet.
Bildung[Bearbeiten]
- Ludwig-Steub-Volksschule Aichach (Grundschule)
- Grundschule Aichach-Nord
- Elisabeth-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)
- Edith-Stein-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Lernen, Sprache und emotionale Entwicklung)
- Geschwister-Scholl-Mittelschule Aichach
- Wittelsbacher-Realschule Aichach
- Deutschherren-Gymnasium Aichach
- Berufsfachschule für Krankenpflege
- Staatliche Berufsschule Aichach-Friedberg
- Volkshochschule Aichach-Friedberg e.V.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Ehrenbürger[Bearbeiten]
siehe: Liste der Ehrenbürger von Aichach
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Johannes Engel (vor 1463–1512), Mediziner, Astronom und Astrologe
- Matthias Greitter (1495–1550), Kantor und Komponist
- Ludwig Steub (1812–1888), Schriftsteller
- Franz Beck (1846–1918), Reichstagsabgeordner und Bürgermeister der Stadt
- Ernst Mayer (1862–1932), Rechtshistoriker
- Vincenz Müller (1894–1961), Generalleutnant der Wehrmacht und der NVA
- Martin Achter (1905–1995), Priester und Prälat
- Chrislo Haas (1956–2004), Musiker
- Erhard Bühler (* 1956), Generalmajor
- Harry Blank (* 1968), Schauspieler
- Christoph Burkhard (* 1984), deutscher Fußballspieler
Sonst mit Aichach verbunden[Bearbeiten]
- Ferdinand von Miller (1813–1887), schuf als Erzgießer die Bavaria-Statue und war Vater von
- Ferdinand Freiherr von Miller (1842–1929), Erzgießer und Direktor der Akademie der Bildenden Künste München.
- Oskar von Miller (1855–1934), Begründer des Deutschen Museums.
- Einige der bekanntesten Namen von Bewohnern der Stadt finden sich unter den Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Aichach; darunter
- Vera Brühne (1910–2001)
- Ingrid van Bergen (* 1931)
- Brigitte Mohnhaupt (* 1949)
Weblinks[Bearbeiten]
- Aichach: Wappengeschichte vom HdBG
- soziografisches Profil der Stadt Aichach im Stadtgeschichten-WIKI
- Aichach: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 386/387.
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
- ↑ a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 787 und 788.
Aichach | Algertshausen | Ecknach | Edenried | Gallenbach | Griesbeckerzell mit Hiesling | Klingen | Oberbernbach | Obermauerbach mit Untermauerbach | Oberschneitbach | Oberwittelsbach | Sulzbach | Untergriesbach | Unterschneitbach | Unterwittelsbach | Walchshofen
Adelzhausen | Affing | Aichach | Aindling | Baar (Schwaben) | Dasing | Eurasburg | Friedberg | Hollenbach | Inchenhofen | Kissing | Kühbach | Merching | Mering | Obergriesbach | Petersdorf | Pöttmes | Rehling | Ried | Schiltberg | Schmiechen | Sielenbach | Steindorf | Todtenweis

