Aichach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Aichach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aichach
Aichach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aichach hervorgehoben
48.46277777777811.130555555556446Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Höhe: 446 m ü. NHN
Fläche: 92,97 km²
Einwohner: 20.560 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 221 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86551
Vorwahl: 08251
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 113
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadtplatz 48
86551 Aichach
Webpräsenz: www.aichach.de
Bürgermeister: Klaus Habermann (SPD)
Lage der Stadt Aichach im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben) Pöttmes Todtenweis Aindling Petersdorf (Schwaben) Inchenhofen Kühbach Schiltberg Sielenbach Adelzhausen Eurasburg (Schwaben) Ried (bei Mering) Mering Merching Schmiechen Steindorf (Schwaben) Kissing Obergriesbach Hollenbach Rehling Affing Aichach Friedberg (Bayern) Dasing Augsburg Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Dachau Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Donau-Ries Landkreis Augsburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Donau-Ries Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Aichach ist die Kreisstadt des Landkreises Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Geografie[Bearbeiten]

Aichach liegt in der Region Augsburg an der Paar.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aichach, Algertshausen, Ecknach, Edenried, Gallenbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Klingen, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Sulzbach, Untergriesbach, Untermauerbach, Unterschneitbach, Unterwittelsbach und Walchshofen.

Gemeindeteile sind:[2]
Aich, Aichach, Algertshausen, Andersbach, Blumenthal, Ecknach, Edenried, Eitershofen, Froschham, Gallenbach, Gansbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Hofgarten, Ippertshausen, Klingen, Knottenried, Matzenberg, Neuhausen, Neuhausen, Neumühle, Nisselsbach, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberneul, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Röckerszell, Sulzbach, Tränkmühle, Untergriesbach, Untermauerbach, Untermühle, Unterneul, Unterschneitbach, Unterwittelsbach, Walchshofen, Wilpersberg, Windten und Wöresbach.

Klima[Bearbeiten]

Augsburg/Aichach 1990-2013
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
41
 
3
-3
 
 
36
 
5
-3
 
 
50
 
9
0
 
 
49
 
14
3
 
 
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8
 
 
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22
11
 
 
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24
13
 
 
88
 
24
12
 
 
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19
9
 
 
54
 
13
5
 
 
54
 
7
1
 
 
56
 
3
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: http://www.weatheronline.de/weather/maps/city?LANG=de&PLZ=_____&PLZN=_____&WMO=10852&CONT=dldl&R=160&LEVEL=162&REGION=0001&LAND=DL&MOD=tab&ART=PRE&NOREGION=0&FMM=1&FYY=1990&LMM=12&LYY=2013
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Augsburg/Aichach 1990-2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,5 4,5 9,1 13,9 18,8 21,8 23,8 23,9 18,7 13,3 6,7 2,9 Ø 13,4
Min. Temperatur (°C) -2,8 -2,8 0,3 3,2 7,7 11,0 12,5 12,3 8,5 5,3 1,3 -1,8 Ø 4,6
Temperatur (°C) -0,2 0,8 4,7 8,5 13,3 16,4 18,1 18,1 13,6 9,3 4,0 0,5 Ø 9
Niederschlag (mm) 40,5 35,5 50,4 48,6 79,8 92,9 121,0 88,4 66,5 53,7 54,4 55,7 Σ 787,4
Sonnenstunden (h/d) 2,0 3,0 4,3 5,9 7,1 7,5 7,7 7,3 5,3 3,4 1,9 1,7 Ø 4,8
Regentage (d) 13,9 14,2 14,7 13,0 14,4 15,8 15,3 13,8 13,1 13,6 14,7 16,6 Σ 173,1
T
e
m
p
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2,5
-2,8
4,5
-2,8
9,1
0,3
13,9
3,2
18,8
7,7
21,8
11,0
23,8
12,5
23,9
12,3
18,7
8,5
13,3
5,3
6,7
1,3
2,9
-1,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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40,5
35,5
50,4
48,6
79,8
92,9
121,0
88,4
66,5
53,7
54,4
55,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Stadtgeschichte[Bearbeiten]

Blick auf das Untere Tor

Aichach kann auf eine bald tausendjährige Geschichte zurückblicken. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (vor 1078) wurde die Kirche von Aichach erstmals in einer chronikalischen Notiz des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg genannt. Die Ansiedlung ist sicher älter. 1250 wurde erstmals ein Komtur als Leiter eines Hauses des Deutschen Ordens in Aichach genannt. Aichach war bis 1384 der Sitz einer Deutschordenskommende, die später nach Blumenthal umzog und bis 1806 bestand. 1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer „unser Statt Aychach [...] allw die Recht [...] die unser Statt due die Burger ze Munichen [...] habent“.

Oberes Tor von Aichach mit umfangreicher Inschrift zur Stadtgeschichte

1634 brannte Aichach nach einer Belagerung nahezu völlig ab. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges zogen die Truppen der Kriegsparteien immer wieder durch die schwer mitgenommene Stadt an der Straße von Augsburg nach Regensburg. Der Schwedengeneral Gustaf Horn rang mit den kaiserlichen Generälen Aldringen und Jan van Werth. 1704 kamen im Spanischen Erbfolgekrieg englische, holländische und spanische Truppen nach Aichach. Das herzogliche Schloss wurde zerstört. 1796 zogen französische und österreichische Truppen durch die Stadt und nahmen zum Leidwesen der Bürger in und bei Aichach Quartier. Im Gasthof des Bräuers Lorenz Alois Gerhauser am Stadtplatz wohnten u. a. der französische General Saint Cyr und 1799 der Kosakenführer Rimski-Korsakow. Die Stadt Aichach war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. Aichach besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Seit 1862 bestand das Bezirksamt Aichach, Vorläufer des Landkreises Aichach. Er bildete im Zuge der Kreisreform 1972 mit dem Landkreis Friedberg sowie einzelnen Gemeinden weiterer Landkreise den provisorischen „Landkreis Augsburg-Ost“. Dieser neue Landkreis gehörte zum Regierungsbezirk Schwaben. Der Landkreis erhielt am 1. Mai 1973 seinen endgültigen Namen 'Landkreis Aichach-Friedberg'.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Untergriesbach und Unterschneitbach nach Aichach eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgte die Eingemeindung der von Oberschneitbach, Sulzbach und Unterwittelsbach, und am 1. April 1972 wurde Walchshofen nach Aichach eingemeindet.[3] Am 1. Januar 1974 schloss sich die Eingemeindung von Algertshausen an, am 1. Januar 1977 folgten dann noch Klingen und Obermauerbach. In der bislang letzten Eingemeindungsphase wurden die Gemeinden Ecknach, Gallenbach, Griesbeckerzell (mit dem bereits am 1. Januar 1972 eingegliederten Edenried), Oberbernbach und Oberwittelsbach am 1. Januar 1978 zu Ortsteilen von Aichach.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2002 2005 2011
Einwohner 5.458 6.554 7.923 8.600 12.132 12.673 13.440 16.202 20.592 20.853 20.888

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 30 Stadträten zusammen.

Parteien 2014 2008
Anteil Sitze ±Anteil ±Sitze Anteil Sitze
CSU 36,9 % 11 −2,2 % −1 39,1 % 12
SPD 28,9 % 9 −0,2 % ±0 29,1 % 9
FWG 16,8 % 5 −1,6 % −1 18,4 % 6
CWG 3,6 % 1 −1,6 % ±0 5,2 % 1
FDP 2,3 % 1 −2,4 % ±0 4,7 % 1
Bündnis 90/Grüne 6,9 % 2 +3,4 % +1 3,5 % 1
BZA 4,5 % 1 +4,5 % +1
Wahlbeteiligung 54,1 % −3,7 % 57,8 %

Bürgermeister ist Klaus Habermann (SPD).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 16,390 Mio. Euro, davon waren 5,725 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Wappenbeschreibung: In Silber ein bewurzelter grüner Eichenbaum mit goldenen Eicheln.

Das Wappen von Aichach ist mit der Darstellung des Eichenbaums ein redendes Wappen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung bei dem Eichenwald“.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Unteres Tor
Blumenthal (1645-1718)

Museen[Bearbeiten]

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Bauwerke[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

  • Freibad Aichach
  • Hallenbad Aichach (an der Wittelsbacher Realschule)
  • Jugendzentrum Aichach
  • Landkreisstadion
  • Tennisclub Aichach

Medien[Bearbeiten]

In Aichach erscheinen als Tageszeitungen:

In der Radiolandschaft Aichachs gibt es zwei Lokalsender, hitradio.rt1 und Radio Fantasy, die eigene terrestrische Frequenzen besitzen, über Kabel können noch weitere angrenzende Regionalhörfunkprogramme und Sender mit nationalem und internationalem Verbreitungsgebiet empfangen werden.

Seit Februar 2011 gibt es einen Internet-Fernsehsender Aichach.tv, der mit regionalen Nachrichten, Berichten, Reportagen und Talksendungen aus Aichach und Region berichtet.

Bildung[Bearbeiten]

  • Ludwig-Steub-Volksschule Aichach (Grundschule)
  • Grundschule Aichach-Nord
  • Elisabeth-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)
  • Edith-Stein-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Lernen, Sprache und emotionale Entwicklung)
  • Geschwister-Scholl-Mittelschule Aichach
  • Wittelsbacher-Realschule Aichach
  • Deutschherren-Gymnasium Aichach
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Staatliche Berufsschule Aichach-Friedberg
  • Volkshochschule Aichach-Friedberg e.V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

siehe: Liste der Ehrenbürger von Aichach

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonst mit Aichach verbunden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aichach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Aichach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 386/387.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 787 und 788.