Witterich

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Witterich

Witterich, spanisch Witerico († April 610) war von Juni/Juli 603 bis April 610 König der Westgoten. Witterich kam an die Macht, indem er seinen Vorgänger Liuva II. stürzte und ermorden ließ. Seine Truppen kämpften mit geringem Erfolg gegen die Byzantiner, die noch Gebiete im Süden der Iberischen Halbinsel beherrschten.

Witterich hatte eine Tochter namens Ermenberga, die er mit dem Frankenkönig Theuderich II. verheiraten wollte. Ermenberga reiste ins Frankenreich, doch schon bald nach ihrer Ankunft an Theuderichs Hof schickte sie der Frankenkönig zu ihrem Vater zurück, behielt jedoch die Mitgift. Daraufhin schloss der erzürnte Witterich mit Chlothar II., Theudebert II. und dem König der Langobarden, Agilulf, ein Bündnis gegen Theuderich, doch kamen keine militärischen Aktionen zustande.

Witterich, der arianische Restaurationsbestrebungen förderte, fiel schließlich einer Verschwörung des Hofadels und des katholischen Klerus zum Opfer, er wurde ermordet. Sein Verbündeter, der arianische Bischof Sunna, wurde ins Exil geschickt. Witterichs Nachfolger wurde Gundemar.

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Liuva II. König der Westgoten
603–610
Gundemar