Wiwilí

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wiwilí
13.623611111111-85.820555555556Koordinaten: 13° 37′ N, 85° 49′ W
Karte: Nicaragua
marker
Wiwilí

Wiwilí auf der Karte von Nicaragua

NicaraguaNuevaSegovia.png
Lage von Wiwilí in Nicaragua
Basisdaten
Staat Nicaragua
Departamentos Nueva Segovia, Jinotega
Einwohner 73.829 (2005[1])
Detaildaten
Zeitzone UTC-6

Wiwilí ist eine Stadt im Norden von Nicaragua, ca. 20 km von der Grenze zu Honduras entfernt. Die Stadt liegt am Rio Coco, der in Honduras entspringt und ins Karibische Meer mündet. Der Fluss ist die Grenze zwischen den Departamentos Nueva Segovia und Jinotega, weshalb es zwei Teile Wiwilís gibt: Wiwilí de Nueva Segovia auf der rechten Flussseite mit etwa 16.500 Einwohnern und Wiwilí de Jinotega auf der linken Seite des Flusses mit etwa 58.000 Einwohnern.

Der Ort gehört zu einem der ärmsten Gebiete in einem der ärmsten Länder Mittelamerikas. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung können weder lesen noch schreiben.

Mit der Stadt Freiburg im Breisgau besteht eine Städtefreundschaft, deren Ziel es vor allem ist, die Lebensbedingungen für die dort lebenden Menschen zu verbessern. Dies geschieht auch im Andenken an den Freiburger Arzt Albrecht „Tonio“ Pflaum, der im Auftrag des Deutschen Entwicklungsdienstes seit 1980 dort arbeitete. Er wurde 1983 von den „Contras“ ermordet, die seit 1980 die sandinistische Revolutionsregierung bekämpften. Es bestehen unter anderem Projekte in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Landwirtschaft, Bildung und Kultur. Bei der Verwirklichung eines Trinkwasserprojekts wurde 1986 auch der Freiburger Berndt Koberstein ermordet. Ein geplantes und begonnenes Projekt zur Elektrizitätsversorgung konnte bisher nicht verwirklicht werden, weil eingeplante Mittel der UN nicht mehr zur Verfügung stehen. 1998 richtete der Hurrikan Mitch große Zerstörungen in der Stadt an.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. W. de Jinotega: 57.485 E.;
    W. de Nueva Segovia: 16.344 E.;
    Quelle: VIII Censo de Población 2005, Instituto Nacional de Estadísticas y Censos (INEC) (PDF; 2,5 MB)

Weblink[Bearbeiten]