Wojciech Zurek

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Wojciech Hubert Zurek

Wojciech Hubert Zurek (* 1951) ist ein US-amerikanisch-polnischer theoretischer Physiker, der sich mit den Grundlagen der Quantenmechanik, informationstheoretischen Aspekten der Physik und Astrophysik beschäftigt.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zurek besuchte das Gymnasium in Bielsko-Biała, studierte an der TU Krakau (Diplom 1974) und wurde 1979 an der Universität Austin bei John Archibald Wheeler promoviert. Er war danach am Caltech (zwei Jahre als Richard Chace Tolman Fellow) bei Murray Gell-Mann und am Los Alamos National Laboratory, wo er ab 1984 als J. Robert Oppenheimer Fellow war, 1991 bis 1996 Gruppenleiter für theoretische Astrophysik war und seit 1996 Fellow des Labors ist. Er lehrt auch am Institut für Theoretische Physik der University of California, Santa Barbara, wo er das Programm für Quanteninformatik und Chaostheorie leitete, und am Isaac Newton Institute in Cambridge, wo er das Programm für „Complexity, Computation and Physics of Information“ leitete.

Zurek ist einer der führenden Wissenschaftler und Mitbegründer der Dekohärenz-Interpretation der Quantenmechanik. Er ist auch für sein No-Cloning-Theorem (mit William Wootters) von 1982 bekannt.[1]

Er ist auswärtiges Mitglied des Kosmologie-Programms des Canadian Institute of Advanced Research und Gründer des Netzwerks „Complexity, Entropy and Physics of Information“ am Santa Fe Institute, dessen auswärtiges Mitglied er war. 2004/05 war er Phi Beta Kappa Visiting Scholar.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit John Wheeler (Herausgeber): Quantum theory of measurement. Princeton University Press 1983 (sehr einflussreicher Reprint-Band)
  • Decoherence and the transition from classical to quantum. Physics Today, Oktober 1991, Update in Los Alamos Science 2002
  • Herausgeber: Complexity, Entropy and Physics of Information. Addison-Wesley 1990
  • Herausgeber mit A. van der Merwe, W. A. Miller: Between Quantum and Cosmos. Princeton University Press, 1988
  • Herausgeber mit J. J. Halliwell, J. Perez-Mercader: Physical Origins of Time Asymmetry. Cambridge Univ. Press, Cambridge, 1994
  • Herausgeber mit D. DiVincenzo, E. Knill, R. Laflamme: Quantum Coherence and Decoherence. In: Proceedings Royal Society. Band 454, 1998, S. 257–486

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wootters, Zurek, Nature. Band 299, 1982, S. 802