Woodland Caribou Provincial Park

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Woodland Caribou Provincial Park

IUCN-Kategorie II − National Park

Woodland Caribou Provincial Park.jpg

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Lage Ontario (Kanada)
Fläche 4862,35 km²dep1
Geographische Lage 51° 6′ N, 94° 45′ W51.108333333333-94.744444444444Koordinaten: 51° 6′ 30″ N, 94° 44′ 40″ W
Woodland Caribou Provincial Park (Ontario)
Woodland Caribou Provincial Park
Einrichtungsdatum 1983
Verwaltung Ontario Parks

Der Woodland Caribou Provincial Park ist ein 4.862 km² großer Provinzpark im Nordwesten der kanadischen Provinz Ontario. Der Name leitet sich von den dort lebenden Woodland Caribous ab, einer waldbewohnenden Unterart des Karibus.

Der Naturpark dient der Erhaltung der für die Region typischen nacheiszeitlichen Landschaft und ihrer Flora und Fauna. Dieses als Lac Seul Upland bezeichnete Gebiet ist der Überrest eines 2,5 Milliarden Jahre alten Gebirgszugs. Die wichtigsten Flusssysteme sind die des Bloodvein River im Norden und des Gammon River im Süden. Durch die Nähe zu den Prärielandschaften liegen die südlichen borealen Wälder im Einflussbereich sommerlicher Hitze und Trockenheit.

Im Westen liegen drei weitere Parks, die sich allerdings schon in der Provinz Manitoba befinden. Diese sind der Whiteshell und der Nopiming Provincial Park sowie der Atikaki Provincial Wilderness Park.

Die gesamte Region, die aus Provinzparks und Traditionellen Territorien der im Grenzraum zwischen Ontario und Manitoba ansässigen First Nations besteht, wurde 2004 von der kanadischen Regierung auf die Tentativliste der UNESCO zur Anerkennung als Welterbe gesetzt.[1] Dazu haben sich die in Ontario ansässige Pikangikum First Nation und die in Manitoba lebenden First Nations vom Poplar River (am Winnipegsee), Pauingassi und Little Grand Rapids zusammengeschlossen. Teil der Initiative sind darüber hinaus der Woodland Caribou Park, das Ontario Ministry of Natural Resources und Manitoba Conservation. Die First Nations von Ontario der Wabaseemoong, der Grassy Narrows und Lac Seul sind wiederum Partner des Woodland-Caribou-Parks.[2]

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Das Gebiet war bis vor etwa 10.000 Jahren von Eis bedeckt. Pappeln, Birken und verschiedene Nadelbäume, wie Banks-Kiefer (jack pine), Schwarz-Fichte und Weiß-Fichte folgten den anfänglich eingezogenen Flechten. Hinzu kamen Erlen, Hasel und Vermont-Ahorn (Acer spicatum). Man unterscheidet 400 Pflanzenarten, von denen 16 als in der Provinz selten gelten. Von diesen gehören zwölf den borealen Arten, vier den Präriearten an.

Häufig unter den größeren Säugetieren sind Timberwolf, Schwarzbär, Elch, Weißwedelhirsch und das namensgebende Kanadische Waldkaribu (engl. Woodland Caribou) (Rangifer tarandus caribou). In jüngster Zeit wurden wieder Pumas (‚cougars‘ genannt) gesichtet. Hinzu kommen etwa 100 Vogelarten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Atikaki/Woodland Caribou/Accord First Nations (Pimachiowin Aki). UNESCO - World Heritage Committee, 1. Oktober 2004, abgerufen am 31. Dezember 2014 (englisch).
  2. Karte des vorgesehenen Gebiets und der Traditionellen Territorien der umwohnenden First Nations