Yeonpyeong

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Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 연평도
chinesische Schriftzeichen: 延坪島
Revidierte Romanisierung: Yeonpyeongdo
McCune-Reischauer: Yŏnpyŏngdo
Karte der Inselgruppe Yeonpyeong
Lagekarte (Yeongpyeong 3)

Yeonpyeong ist eine zu Südkorea gehörende Inselgruppe im Gelben Meer, etwa 80 km westlich der Stadt Incheon und etwa 12 km südlich der nordkoreanischen Provinz Hwanghae-namdo. Hauptinsel ist Daeyeonpyeong mit einer Fläche von 7,01 km² und mehr als 1600 Einwohnern; auch sie wird im Sprachgebrauch als Yeonpyeong bezeichnet. Die zweite bewohnte Insel ist Soyeonpyeong mit einer Fläche von nur 0,24 km².[1]

Die Inselgruppe Yeonpyeong-myeon bildet mit anderen Inseln (u. a. der Baengnyeong-Insel) den Kreis (Gun) Ongjin und gehört zum Stadtgebiet (Gwangyeoksi) von Incheon. Im Waffenstillstandsabkommen von 1953 wurde Yeonpyeong-do Südkorea zugeordnet.[2] Die Hauptinsel liegt etwa 3 km südlich der Northern Limit Line, der von den Vereinten Nationen einseitig gezogenen maritimen Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Die südkoreanischen Streitkräfte haben 1000 Soldaten auf der Insel stationiert. Aufgrund ihrer Lage war die Insel in der Vergangenheit bereits dreimal (1999, 2002 und 2010) Ort von Auseinandersetzungen zwischen nord- und südkoreanischer Marine.

Bombardement von Yeonpyeong[Bearbeiten]

Hauptartikel: Bombardement von Yeonpyeong

Am 23. November 2010 feuerte die nordkoreanische Armee mehr als 200 Granaten auf die Insel ab. Dabei wurden zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet und mindestens ein Dutzend Menschen verletzt, darunter auch Zivilisten, sowie mehr als 50 Häuser beschädigt.[3][4] Die amtliche Nachrichtenagentur von Nordkorea (KCNA) verlautete, der Angriff sei eine Reaktion auf Schießübungen der südkoreanischen Marine im Gelben Meer.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yeonpyeong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://100.naver.com/100.nhn?docid=112862
  2. Wikisource: Waffenstillstandsabkommen von 1953 – Yeonpyeong-do (YONPYONG-DO) wird in Artikel II, Abschnitt 13 (b) erwähnt (englisch)
  3. http://orf.at/stories/2026972/2026970/
  4. http://www.tagesschau.de/ausland/korea198.html
  5. reuters.com: Korea-Konflikt eskaliert – Norden bombardiert Süden vom 23. November 2010

37.666666666667125.69638888889Koordinaten: 37° 40′ N, 125° 42′ O