Young-Syndrom

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Das Krankheitsbild Young-Syndrom ist durch die Kombination von chronischen Infekten der Atemwege und verminderter Zeugungsfähigkeit beim Mann gekennzeichnet. Dieses Syndrom wurde von Donald Young 1970 zuerst beschrieben [1].

Krankheitsverlauf[Bearbeiten]

Die Patienten fallen schon in ihrer Kindheit durch häufig wiederkehrende Entzündungen der Bronchien und Nasennebenhöhlen auf. Es besteht Husten mit Auswurf. Häufig lassen sich auch Bronchiektasen nachweisen. Die Ursache für die verminderter Zeugungsfähigkeit ist wahrscheinlich eine Eindickung des Spermiensekrets. Eine wichtige Differentialdiagnose ist die Zystische Fibrose. [2]

Ursachen[Bearbeiten]

Es wird vermutet, dass das Young Syndrom autosomal rezessiv vererbt werden kann [3]. Allerdings konnten keine Fälle mehr bei Menschen, die nach 1955 geboren wurden, nachgewiesen werden [2]. Man vermutet deshalb auch eine Schädigung durch Quecksilber oder durch andere Umweltfaktoren [4].

Therapie[Bearbeiten]

Zur Fertilitätsbehandlung können Spermien entnommen und mittels intrazytoplasmatische Spermieninjektion direkt in die Eizelle gegeben werden.[2]

Quelle[Bearbeiten]

  1. Young D: Surgical treatment of male infertility. In: J. Reprod. Fertil.. 23, Nr. 3, Dezember 1970, S. 541–2. PMID 5497459.
  2. a b c Susan Nieschlag; Eberhard Nieschlag; Hermann Behre: Andrologie: Grundlagen und Klinik der reproduktiven Gesundheit des Mannes (German Edition). Springer, Berlin 2009, ISBN 3-540-92962-2, S. 277.
  3. Young syndrome. In: Online Mendelian Inheritance in Man (engl.).
  4. Hendry WF, A'Hern RP, Cole PJ: Was Young's syndrome caused by exposure to mercury in childhood?. In: BMJ. 307, Nr. 6919, 1993, S. 1579–82. PMID 8292944. PMC: 1697782 (freier Volltext).