ZAK (Politmagazin)

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Seriendaten
Originaltitel ZAK
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1987–1996
Genre Politmagazin
Titelmusik Our Darkness
Idee Rolf Schmidt-Holtz
Musik Anne Clark
Moderation

ZAK war ein Politmagazin des WDR (Westdeutscher Rundfunk), das von 1988 bis 1996 wöchentlich im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Der Name leitete sich von der Redaktionsgruppe „Zeitgeschehen aktuell“ her. Das Konzept entwickelten die WDR-Redakteure Gerd Berger und Ulrich Deppendorf unter Mitwirkung von Peter Bauer, Ernst-Ludwig Freisewinkel und Klaus Werner nach einer Idee von WDR-Chefredakteur Rolf Schmidt-Holtz.

Geschichte[Bearbeiten]

ZAK wurde zum Sendestart zuerst nur im Dritten Programm, dem WDR Fernsehen, am späten Freitagabend ausgestrahlt. Bis 1994 erfolgte die Ausstrahlung jeweils freitags von 21:45 Uhr bis 22:30 Uhr und ab 1996 sonntags von 22:30 Uhr bis 23:00 Uhr. 1993 folgte eine bundesweite Ausstrahlung in der ARD. Titelmusik war der Song Our Darkness von Anne Clark. 1989 wurden der Redaktionsleiter Gerd Berger, die Moderatorin Désirée Bethge und vier weitere Mitarbeiter vom RTL-Fernsehmagazin stern TV abgeworben.

1996 wurde die Sendung zugunsten der ARD-Sendung Privatfernsehen, die ebenfalls von Küppersbusch moderiert wurde, eingestellt. Aber auch dieses erweiterte Sendeformat – hierbei gab es ein kleines Studiopublikum – wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Die Sendung war aufgrund ihres bissigen, satirischen Charakters vorwiegend in linksintellektuellen Kreisen beliebt. In konservativen Kreisen wurde die Sendung aufgrund ihrer eher einseitigen Berichterstattung eher mit Verachtung als „linkes Magazin“ abgestempelt. Zuerst wurde die Sendung von Désirée Bethge moderiert, in deren Fußstapfen anschließend Friedrich Küppersbusch stieg. Er verschaffte sich durch provokante Fragen gegenüber seinen Interviewgästen, denen er nicht selten rhetorisch überlegen war, zum Teil ehrfürchtigen Respekt und prägte damit das Image der Sendung. Selbst dem österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider (FPÖ) zeigte sich Küppersbusch gewachsen. Bekannt wurde auch der Schlagabtausch mit dem damaligen Fraktions- und Parteivorsitzenden der SPD Hans-Jochen Vogel: Gleich zu Beginn der Sendung entwickelte sich ein heftiges Streitgespräch, das die gesamte Sendezeit und alle Beiträge überdauerte und welches – laut Friedrich Küppersbusch – auch noch bis weit in die Nacht nach der Sendung fortgeführt wurde. „Und das nächste Mal, wenn Sie mich wieder einladen, dann komme ich und dann kloppen wir uns wieder“, sollen Vogels abschließende Worte an diesem Abend gewesen sein.

Zu den festen Elementen von ZAK gehörten auch die Kurzinterviews von Wolfgang Korruhn, der selbst zum Konzept der Sendung beigetragen hatte. In seinen Interviews rückte Korruhn seinen Interviewpartnern körperlich sehr nah und wurde hierdurch ebenso wie durch seine Art Fragen zu stellen bekannt. Berühmtheit erlangte insbesondere ein Gespräch mit dem damaligen Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba, den Korruhn in eine Diskussion über Homosexualität verwickelte, sowie ein Interview mit der FDP-Politikerin Irmgard Schwaetzer, die das Interview vor laufender Kamera abbrach (sinngemäß: „Mensch, machen Sie das Ding aus!“).

Küppersbuschs Anmoderationen für die Beiträge in ZAK sind in dem Buch Bis hierhin vielen Dank. Moderationen aus ZAK (Konkret Literatur Verlag, 1995) und auf der CD Küppersbusch (Universal, 1997) erschienen.

Einschaltquoten[Bearbeiten]

Bis 1993 lag die Einschaltquote bei 5 Prozent im Sendegebiet und stieg danach auf 10 Prozent Marktanteil mit rund 2,5 Millionen Zuschauern. Ab 1996 sank die Einschaltquote auf 4 Prozent mit rund eine Million Zuschauern.

Literatur[Bearbeiten]