Zacharias Kniller

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Epitaph Kniller in der Lübecker Katharinenkirche
Werkmeisterhaus an der Katharinenkirche

Zacharias Kniller (* 16. November 1611 in Eisleben; † 4. April 1675 in Lübeck) war ein deutscher Porträtmaler.

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Leben[Bearbeiten]

Kniller war der Sohn eines Gutsbesitzers in der Gegend von Halle (Saale), der zugleich Bergwerksinspektor und Steuereinnehmer der Grafen Mansfeld war. Er studierte an der Universität Leipzig Architektur und Mathematik und soll als Artillerist tätig gewesen sein. Er lebte eine Zeit lang in Schweden, wo er die Gunst der Königin Marie Eleonore, der Witwe Gustav Adolfs, genoss. Nach ihrem Tod siedelte er nach Lübeck über und wurde 1659 Werkmeister der Katharinenkirche. Er war ein gefragter Porträtmaler des Lübecker Patriziats; eine Reihe Porträts von seiner Hand sind erhalten. Aus seiner 1639 geschlossenen Ehe mit Lucia Beuten, der Tochter eines Lübecker Ratsmusikanten stammten vier Söhne, von denen drei künstlerische Bedeutung erlangten: Johann Zacharias Kneller (1644–1702) als Maler; der berühmteste: Gottfried Kniller/Godfrey Kneller (1646–1723) ebenfalls als Maler sowie Andreas Kneller (1649–1724) als Komponist der norddeutschen Orgelschule.

Zacharias Kniller wurde in St. Katharinen begraben, wo ihm seine Söhne ein Jahr nach seinem Tode ein von Gottfried und Johann Zacharias eigenhändig gemaltes Epitaph im südlichen Seitenschiff setzten.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]