Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr

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Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr
— ZKpfmBesBw —
Verbandsabzeichen
Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Juli 2005
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Heer Heer
Typ Zentrum des Heeres
Stärke 600
Unterstellung Verbandsabzeichen Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik
Standort Stetten am kalten Markt
Kommandeur
Kommandeur Oberst Carsten Drümmer

Das Zentrum Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr (ZKpfmBesBw) in der Albkaserne in Stetten am kalten Markt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg ist eines der Zentren des Heeres der Bundeswehr. Das Zentrum ist innerhalb der Bundeswehr verantwortlich für Einsatz, Ausbildung und Weiterentwicklung im Bereich Kampfmittelbeseitigung. Das Zentrum gehört zum Ausbildungskommando Heer.

Beschreibung[Bearbeiten]

Auftrag ist:

  • Bereitstellung Einsatzkräfte für Kampfmittelbeseitigung
  • lehrgangsgebundene Ausbildung für alle Kampfmittelbeseitigungskräfte der Bundeswehr
  • Weiterentwicklung der Taktik, Technik und Verfahren

Die Dienststelle umfasst mehr als 600 Soldaten (Stand: Januar 2011).[1]. In der Einrichtung gibt es Kampfmittelbeseitiger, die in Zweier-Teams arbeiten. Das Zentrum vereint Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine aus ganz Deutschland. Zusätzlich sind dort Spürhunde mit Hundeführern stationiert, zudem arbeiten dort eine Psychologin und ein Sprachausbilder, damit die Kommunikation in multinationalen Einsätzen reibungslos funktioniert.

Die Ausbildung zum Kampfmittelbeseitiger dauert fünf Jahre.[2]

Gliederung[Bearbeiten]

In der Zielstruktur soll sich das Zentrum wie folgt gliedern:

  • Stab
  • Unterstützungsbereich
  • Einsatzbereich A
  • Einsatzbereich B
  • Einsatzbereich C
  • Bereich Lehre und Ausbildung

Geschichte[Bearbeiten]

Das Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr wurde zum 1. Juli 2005 in Stetten am kalten Markt aufgestellt. Herangezogen wurden dazu die Kampfmittelbeseitigungskompanien 11 und 21 des Heeres, sowie Teile der Kampfmittelbeseitigungskompanien der Logistikbataillone 162, 172 und 462. Letztere wurden unter der Bezeichnung Kampfmittelbeseitigungskompanie 12, 13 und 14 dem Zentrum unterstellt und aus ihren bisherigen Standorten Putlos, Klietz und Baumholder bis 2008 nach Stetten am kalten Markt verlegt. Am 23. Januar 2007 erfolgte nach Herstellung der Einsatzbereitschaft die offizielle Indienststellung des Zentrums. Fachlich unterstand das Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr zunächst dem Streitkräfteunterstützungskommando. Truppendienstlich wurde es zunächst durch das Wehrbereichskommando IV Süddeutschland geführt.[3]

Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr und Umgliederung zum HEER2011 wurde das Zentrum Mitte 2012 dem Kommandeur Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik unterstellt und wechselte somit von der Streitkräftebasis zum Heer.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dirk Thannheimer (tha): Reform: Sprengplatz steht auf der Kippe. Oberstleutnant Udo Eckbrett will die Kampfmittelbeseitigung in Stetten halten – Es gibt viele Überlegungen. In: Schwäbische Zeitung vom 27. Januar 2011
  2. Gregor Moser (mos): Das Zentrum. In: Südkurier vom 27. Mai 2007
  3. Chronik - Vita Kommandeur - Unterstellter Bereich - Kontakt
  4. Unterstellungswechsel des Zentrums für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr