Streitkräftebasis

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Streitkräftebasis
Logo der Streitkräftebasis
Aufstellung 1. Oktober 2000
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Typ Militärischer Organisationsbereich
Grobgliederung SKUKdo.svg Kommando Streitkräftebasis
Stärke Aktive Soldaten:
44.159[1] (Juli 2014)

Beorderte Reservisten: k. A.

Marsch Marsch der Streitkräftebasis (Gerhard Fetzer, 2000)
Leitung
Inspekteur der Streitkräftebasis Vizeadmiral Manfred Nielson[2]
stellv. Inspekteur der Streitkräftebasis Generalleutnant Erich Pfeffer[3]

Die Streitkräftebasis (SKB) der Bundeswehr wurde im Oktober 2000 als eigenständiger militärischer Organisationsbereich aufgestellt, ist jedoch keine eigene Teilstreitkraft. Sie stellt sich als gemeinsame Dienstleistungseinrichtung der Bundeswehr dar und bündelt Aufgaben, die zuvor von den Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe und Marine) in Eigenverantwortung oder in den zentralen militärischen Dienststellen wahrgenommen wurden.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Aufgaben der Streitkräftebasis sind unter anderem:

  • Logistische Unterstützung und Versorgung der Bundeswehr im Inland wie im Ausland
  • Führungsunterstützung der Kräfte der Bundeswehr im Inland wie auch im Einsatzland

Zur Streitkräftebasis gehören auch - früher so genannte - zentrale militärische Dienststellen (ZMilDBw), z. B. die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf und der Militärische Abschirmdienst (MAD).

Auf eine eigene Uniform für die Streitkräftebasis wurde bewusst verzichtet, die integrierten Verbände tragen die Uniform der Teilstreitkraft, aus der sie eingegliedert wurden. Es ist daher nicht unüblich, dass in einer Einheit Uniformträger aller drei Teilstreitkräfte gemeinsam dienen.

Nicht zur Streitkräftebasis gehört der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr, der als eigener militärischer Organisationsbereich eine vergleichbare Querschnittsfunktion für alle Truppengattungen übernimmt.

Truppengattungen der Streitkräftebasis[Bearbeiten]

Mit dem Wechsel von Teilen des Heeres zur Streitkräftebasis wurden Truppengattungen in Teilen oder ganz übernommen. Äußerlich sind diese Heeresuniformträger an ihrem Barettabzeichen, der Barettfarbe oder auch an der Waffenfarbe zu erkennen. Diese Truppengattungen sind:

SKB-Rekruten beim Gelöbnis. Zu erkennen sind die verschiedenen Uniformen.

Angehörige aller anderen Truppengattungen sind in der Regel ebenfalls in der Streitkräftebasis vertreten, stellen jedoch in der Regel keine größeren „sortenreinen“ Teileinheiten, sondern sind meist durch einzelne Stabssoldaten vertreten.

Geschichte[Bearbeiten]

2000 bis Februar 2013[Bearbeiten]

Die beiden Säulen der Streitkräftebasis waren das Streitkräfteunterstützungskommando und das Streitkräfteamt. Das Streitkräfteunterstützungskommando führte die Truppenteile zur Erledigung der Aufgaben der Streitkräftebasis in den Wehrbereichen und im Einsatz. Dazu zählten beispielsweise Führungsunterstützungstruppen, Logistiktruppen, Feldjäger, Musikkorps und Kräfte zur strategischen Aufklärung. Das Streitkräfteamt war vor allem die oberste truppendienstliche Stelle für Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen im Bereich der Streitkräftebasis. Das Einsatzführungskommando, Kommando Führung Operationen von Spezialkräften sowie das Kommando Operative Führung Eingreifkräfte waren organisatorisch im Bereich der Streitkräftebasis angesiedelt und führten Truppen aller Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche im Einsatz, die dann direkt dem Generalinspekteur der Bundeswehr unterstanden. Daneben unterstanden einige weitere zentrale Dienststellen der Bundeswehr direkt dem Inspekteur der Streitkräftebasis. Eine zentrale Rolle im Transformationsprozess der Bundeswehr spielte das im Juli 2004 aufgestellte Zentrum für Transformation der Bundeswehr (ZTransfBw) mit Sitz in Strausberg. Die Streitkräftebasis gliederte sich grob in folgende Dienststellen:[4]

Rund 71.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter gehörten zur Streitkräftebasis.

Neuausrichtung der Bundeswehr[Bearbeiten]

Organisationsbereiche im Geschäftsbereich des BMVg (nach Bundeswehrreform 2011)

Am 20. September 2011 hat Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière bekannt gegeben, dass im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr geplant ist, die Anzahl der aktiven Soldaten in der Streitkräftebasis auf maximal 38.750 zu reduzieren. Davon sollen 35.500 Berufssoldaten/Zeitsoldaten und zwischen 1.250 bis 2.000 freiwillig Wehrdienst leistende (FWDL) sein.[5]

Das Kommando Streitkräftebasis (KdoSKB) in Bonn ist das Führungskommando der Streitkräftebasis. Es wurde am 29. September 2012 durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 in Dienst gestellt. Das KdoSKB stellt zentralisiert die Einsatzbereitschaft und Auftragserfüllung der Streitkräftebasis insgesamt sicher und übernimmt die Führungsaufgaben des zum 1. Februar 2013 aufgelösten Streitkräfteunterstützungskommandos.[6] Das KdoSKB ist eine höhere Kommandobehörde.

Organisation und Führung[Bearbeiten]

An der Spitze der Streitkräftebasis steht der Inspekteur der Streitkräftebasis im Kommando Streitkräftebasis. Als truppendienstlicher Vorgesetzter seiner Teilstreitkraft untersteht er dem Generalinspekteur der Bundeswehr.

SKUKdo.svg Kommando Streitkräftebasis (KdoSKB)

Dem Kommando sind folgende Fähigkeitskommandos und Ämter unterstellt:

Einsatzkräfte[Bearbeiten]

Verbandsabzeichen (Ärmelabzeichen) Logistikkommando der Bundeswehr
Verbandsabzeichen (Ärmelabzeichen) Führungsunterstützungskommando der Bundeswehr
Verbandsabzeichen (Ärmelabzeichen) Kommando Strategische Aufklärung

Nationale territoriale Führungsorganisation[Bearbeiten]

Bundeswehr- und Streitkräfteaufgaben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Streitkräftebasis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundesministerium der Verteidigung, Presse- und Informationsstab: Die Stärke der Streitkräfte. Bundeswehr, 16. Juli 2014, abgerufen am 18. Juli 2014.
  2. Personalveränderungen in militärischen Spitzenstellen. BMVg, 6. März 2012, abgerufen am 6. März 2012.
  3. Personalveränderungen in militärischen Spitzenstellen. BMVg, 24. September 2013, abgerufen am 7. Oktober 2013.
  4. Führungsstab der Streitkräfte: Die Streitkräftebasis. www.rk-marine-kiel.de, 1. Dezember 2006, S. 118, abgerufen am 2. September 2013 (PDF; 5,1 MB).
  5. Thomas Wiegold: Die Grobstruktur steht. Augen geradeaus!, 21. September 2011, abgerufen am 21. September 2011.
  6. Sebastian Wanninger, Sina Pawlowski: Zweite Ebene erreicht. Bundeswehr, 4. Februar 2013, abgerufen am 18. Februar 2013: „Mit dem 1. Februar verabschiedet die Streitkräftebasis sich auch vom Streitkräfteunterstützungskommando – eine der tragenden Säulen der alten Strukturen.“
  7. Streitkräftebasis - Dienststellen. Bundeswehr, abgerufen am 18. Februar 2013: „Kurzbezeichnung: AkBwInfoKom Liegenschaft: AkBwInfoKom Strausberg, Prötzeler Chaussee 20, 15344 Strausberg“