Maradi (Region)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maradi
Agadez Diffa Zinder Maradi Tahoua Dosso Niamey Tillabéri Burkina Faso Benin Nigeria Kamerun Tschad Algerien Libyen MaliLage
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Niger
Hauptstadt MaradiVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 41.796 km²
Einwohner 3.402.094 (2012)
Dichte 81 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 NE-4
Politik
Gouverneur Amadou BabaléVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges

Die Region Maradi ist eine der sieben Regionen des Niger und liegt im Süden des Landes. Ihre Hauptstadt ist Maradi. Die Region hat 3.402.094 Einwohner (2012).

Geographie[Bearbeiten]

Dorf in der Region Maradi
Sitz des Gouverneurs der Region Maradi

Maradi grenzt im Westen an die Region Tahoua, im Norden an die Region Agadez, im Osten an die Region Zinder und im Süden an die nigerianischen Bundesstaaten Katsina, Sokoto und Zamfara. In geologischer Hinsicht ist die Region dem Erdzeitalter Mesozoikum zuzurechnen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region Maradi geht als Verwaltungseinheit auf das 1964 geschaffene Departement Tahoua zurück.[2] Von 1976 bis 1979 war der spätere Staatspräsident Tandja Mamadou Präfekt des Departements.[3] 1998 wurde Maradi wie alle bisherigen nigrischen Departements in eine Region umgewandelt.[4] Die Region war von der Hungerkrise in Niger in den Jahren 2004–2006 betroffen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Gebiet der Region Maradi hatte 1960, im Jahr der Unabhängigkeit Nigers, etwa 561.000 Einwohner. Die Volkszählung 1977 ergab 949.747 Einwohner, die Volkszählung 1988 1.385.170 Einwohner und die Volkszählung 2001 2.235.748 Einwohner.[5] Die Volkszählung 2012 ergab 3.402.094 Einwohner.[6]

In Maradi leben die im Vergleich zu den anderen Regionen Nigers zahlen- und anteilsmäßig meisten Hausa. Dieser Volksgruppe gehören 88 % der Gesamtbevölkerung der Region an. Weitere Volksgruppen in Maradi sind die Fulbe mit 8 % und die Tuareg mit 3 %.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der südlichste Teil der Region Maradi wird auch „Brotkorb des Niger“ genannt; hier werden Tabak, Erdnüsse, Weizen, Soja und Baumwolle angebaut sowie die Grundnahrungsmittel des Landes, Hirse und Augenbohnen.

In der Region Maradi gibt es 2349 Grundschulen, davon sind 31 Privatschulen. Die Brutto-Einschulungsrate betrug im Schuljahr 2009/2010 75,3 % (landesweit 72,9 %), bei Mädchen 62,4 % (landesweit 63,9 %). Auf einen Grundschullehrer kamen durchschnittlich 45 Schüler (landesweit 39). Die Grundschulabschlussrate betrug 50,3 % (landesweit 49,3 %), bei Mädchen 41,5 % (landesweit ebenfalls 41,5 %).[8]

Untergliederung[Bearbeiten]

Die Region Maradi ist in die acht Departements Aguié, Bermo, Dakoro, Gazaoua, Guidan Roumdji, Madarounfa, Mayahi und Tessaoua unterteilt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maradi (Region) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Krings: Sahelländer. WBG, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 16.
  2. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 274–275.
  3. CV Mamadou Tandja. Website des nigrischen Präsidenten, abgerufen am 27. Februar 2012.
  4. Historique de la décentralisation au Niger. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 26. Februar 2012.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010, S. 49 (Online-Version; PDF; 3,1 MB).
  6. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 18. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  7. Website des Institut National de la Statistique du Niger, abgerufen am 27. Dezember 2009.
  8. Statistiques de l’éducation de base. Annuaire 2009–2010 (PDF; 19,1 MB). Website des nigrischen Unterrichtsministeriums, veröffentlicht im September 2010, abgerufen am 14. Februar 2012.