Zyklothymia

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Klassifikation nach ICD-10
F34.0 Zyklothymia
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Unter Zyklothymia versteht man eine psychische Störung, die durch eine dauerhafte Instabilität der Stimmung gekennzeichnet ist. Die Übergänge zwischen normalen Stimmungsschwankungen, einem intensivierten seelischen Erleben und behandlungsbedürftiger Störung sind dabei fließend.

Bei der Zyklothymia wechseln sich Perioden leichter Depression und leicht gehobener Stimmung ab. Teilweise wird vermutet, dass diese Stimmungsschwankungen unabhängig von Lebensereignissen auftreten. Andererseits gibt es aber auch Hinweise dafür, dass diese Phasen reaktiv (durch Ereignisse) ausgelöst werden können. Eine Zyklothymia entwickelt sich in der Regel im frühen Erwachsenenalter und verläuft chronisch, wobei zwischendurch die Stimmung teilweise über Monate stabil bleiben kann.

Die Zyklothymia ist im ICD-10 unter den affektiven Störungen klassifiziert (F34). Die Symptomatik erinnert dabei an das Erscheinungsbild der bipolaren affektiven Störung (F31), dieser gegenüber weist sie jedoch eine stark abgeschwächte Symptomatik auf.

Der veraltete Begriff "Zyklothymie" ist nicht identisch mit Zyklothymia, sondern entsprach der heutigen bipolaren affektiven Störung. Er wurde 1880 von Karl Ludwig Kahlbaum (1828–1899) geprägt und sollte das damals entdeckte "zyklierende" Wesen dieser Erkrankung beschreiben.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Andreas Marneros: Zyklothymia. Klinisches Bild, in : Das neue Handbuch der bipolaren und depressiven Erkrankungen, Thieme, Stuttgart [u.a.] 2004, ISBN 3-13-109092-8, S. 139–141.

[Bearbeiten] Weblinks

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