Île de la Possession

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Île de la Possession
NASA-Bild der Île de la Possession(Norden ist rechts)
NASA-Bild der Île de la Possession
(Norden ist rechts)
Gewässer Indischer Ozean
Inselgruppe Crozetinseln
Geographische Lage 46° 24′ S, 51° 46′ OKoordinaten: 46° 24′ S, 51° 46′ O
Lage von Île de la Possession
Länge 19 km
Breite 14 km
Fläche 150 km²
Höchste Erhebung Pic du Mascarin
934 m
Einwohner bis zu 60 (Stationspersonal)
<1 Einw./km²
Hauptort Base Alfred-Faure
Karte der Île de la Possession
Karte der Île de la Possession

Die Île de la Possession (ursprünglich Île de la Prise de Possession) ist die größte Insel der Crozetinseln im südlichen Indischen Ozean. Sie gehört zum französischen Überseeterritorium „Terres australes et antarctiques françaises“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Île de la Possession liegt etwa 15 km westlich der benachbarten Île de l’Est und ist von ihr durch den Canal des Orques getrennt. Die Insel ist in Ost-West-Richtung etwa 19 km lang, in Nord-Süd-Richtung bis zu 14 km breit und weist dabei eine Fläche von etwa 150 km² auf. Sie erreicht im Pic du Mascarin (auch als Pic du Mescado bezeichnet), einem Stratovulkan, eine Höhe von 934 m über dem Meer und stellt somit die zweithöchste Insel des Archipels dar. Ein Gebirgszug im Norden der Insel wurde nach Jules Verne benannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel wurde am 24. Januar 1772 von Marc-Joseph Marion du Fresne entdeckt, der noch am gleichen Tag auf der Insel landete und sie für Frankreich in Besitz nahm. Die Île de la Possession wurde im frühen 19. Jahrhundert hauptsächlich von Robbenjägern, später auch von Walfängern aufgesucht. 1901 nahmen die Wissenschaftler der Ersten deutsche Antarktis-Expedition unter Leitung Erich von Drygalskis eine erste wissenschaftliche Untersuchung der Insel vor.[1] Von 1963 bis 1964 wurde an der Baie du Marin an der Ostküste der Insel die Forschungsstation Alfred-Faure errichtet, welche heute permanent von etwa 15 Personen im südlichen Winter und bis 60 Personen im südlichen Sommer besetzt ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William James Mills: Exploring Polar Frontiers – A Historical Encyclopedia. Band 1. ABC-CLIO, 2003, ISBN 1-57607-422-6, S. 197 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).