Österreichisch Geldern

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Österreichisch Geldern war der bei den Habsburgern nach dem Frieden von Utrecht (1713) – Beendigung des Spanischen Erbfolgekriegs – verbliebene Teil des Herzogtums Geldern.

Die übrigen Teile des Oberquartiers Geldern, welches vor dem Krieg Teil der Spanischen Niederlande gewesen war, fielen an die Österreichischen Niederlande (= Belgien) bzw. bildeten das preußische Herzogtum Geldern.

Oberquartier Geldern 1715

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der österreichische Teil Gelderns umfasste hauptsächlich die Stadt Roermond mit einem nach Osten, nach Deutschland reichenden Streifen. Hier erstreckte sich das Gebiet von Elmpt, Niederkrüchten bis nach Wegberg. Westlich von Roermond lag, getrennt durch die Grafschaft Hoorn ein weiteres Gebiet um die Stadt Weert.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1794 bis 1814[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1794 eroberte Frankreich das Territorium. 1797 verzichtete der habsburgische Kaiser im Frieden von Campo Formio auf seine linksrheinischen Gebiete, die nunmehr völkerrechtlich zu Frankreich gehörten.

Die französische Verwaltung gliederte das Gebiet in das Département de la Meuse Inférieure (Nieder-Maas) ein. Der deutsche Gebietsteil lag nun im Kanton Cruchten (Niederkrüchten).

Nach dem Wiener Kongress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Wiener Kongress (1815) fielen die Gebiete an Preußen und wurden Teil des Kreises Erkelenz in der Rheinprovinz. Die Gebiete westlich der Maas unter Berücksichtigung eines östlich parallel zu ihr verlaufenden schmalen Streifens wurden an die Niederlande abgetreten, wo sie zur Provinz Limburg kamen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. M. J. A. Berkvens: „In wesen sal het Tractaet van Venlo onderhalden werden.“ Het Tractaat van Venlo als fundamentele wet van Spaans en Oostenrijks Gelre 1580–1794. In: Frank Keverling Buisman (Hg.): Verdrag en Tractaat van Venlo. Herdenkingsbundel, 1543–1993. Verloren Hilversum 1993, ISBN 90-6550-371-4, S. 153–170.
  • Irmgard Hantsche: Geldern-Atlas. Karten und Texte zur Geschichte eines Territoriums. Historischer Verein für Geldern und Umgegend, Geldern 2003, ISBN 3-921760-39-9.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A. M. J. A. Berkvens: De overheidsinstellingen van Spaans en Oostenrijks Gelre (1543–1795). In: W. V. D. Plas (Hg.): „Tussen centraal en lokaal gezag“. Bestuurlijke organisatie en financieel beheer in Gelre en Holland tijdens de Habsburgse periode. Werken Gelre, Hilversum 2004, ISBN 90-6550-831-7, S. 151–190.