Österreichischer Gewerbeverein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Palais Eschenbach, Sitz des Gewerbevereins

Der Österreichische Gewerbeverein, früher Niederösterreichischer Gewerbeverein, ist ein überparteilicher Verein mit freiwilliger Mitgliedschaft.

Der Sitz ist in Wien.[1] Neben den großen Pflichtvertretungen in Österreich gibt es auf der

Freiwillige Interessenvertretung übernehmen ferner:

Im Mittelpunkt der Aufgaben des Österreichischen Gewerbevereins steht die Vertretung von Anliegen der Mitglieder in der öffentlichen Meinungsbildung. Dies wird durch Interessenvertretung, Lobbying-, und Pressearbeit für die Unternehmer erreicht. Mitglieder des Gewerbevereins kommen aus Industrie, Gewerbe, Handel und den Freien Berufen.

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der österreichische Gewerbeverein finanziert sich durch die Beiträge der Mitglieder, die Vereinszeitung und die Vermietung des Palais Eschenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ÖGV wurde 1839 mit der Bezeichnung Niederösterreichischer Gewerbeverein gegründet, da unter Metternich Vereinigungen verboten waren, deren Tätigkeit sich auf das gesamte Staatsgebiet erstreckte.

Der Anfang und Hochblüte
Ehemaliger Sitz des Technologischen Gewerbemuseums in der Währinger Straße

Der Gewerbeverein war und ist als elitäre Wirtschaftsinteressenvertretung Kristallisationspunkt zahlreicher Initiativen:

Maßgebliche Beeinflussung durch Wilhelm Exner

Seit 1921 verleiht der ÖGV jedes Jahr die Wilhelm Exner Medaille:

„Die Verleihung soll an Persönlichkeiten erfolgen, welche die Wirtschaft unmittelbar oder mittelbar durch besondere wissenschaftliche Leistungen in hervorragender Weise gefördert haben. Insbesondere sind jene Leistungen zu würdigen, die im Bereich des unternehmerischen Mittelstandes von Bedeutung sind.[2]

1938–45

Nach dem Anschluss wurde der Gewerbeverein aufgelöst und mehrere Mitarbeiter und Funktionäre mit dem Prominentenzug deportiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Bereits 1946 wurde mit der Reaktivierung im devastierten Palais Eschenbach begonnen.

Im Jänner 1947 wurde der Verein wieder errichtet.[3]

Gegenwart

Heute ist der Österreichische Gewerbeverein in Branchen- und Fachverbände gegliedert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. Müller: 110 Jahre Österreichischer Gewerbeverein, 1949.
  • J. Bittner: Festschrift 150 Jahre Gewerbeverein, 1989.
  • E. Engelmann: Der Österreichische Gewerbeverein, Diplomarbeit, Wien 1989.
  • H. Kainz, Bedeutender Protagonist, in: Austria innovativ 4, 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung (PDF)
  2. Statuten des ÖGV (Memento des Originals vom 21. November 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oegv.org
  3. Zeittafel des ÖGV (Memento des Originals vom 23. November 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oegv.org