Úpa

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Úpa
deutsch Aupa
Die Úpa bei Ratibořice (Ratoborschitz)

Die Úpa bei Ratibořice (Ratoborschitz)

Daten
Gewässerkennzahl CZ: 1-01-02-001
Lage Královéhradecký kraj, Tschechien
Flusssystem Elbe
Abfluss über Elbe → Nordsee
Ursprung Koppenplan
50° 44′ 14″ N, 15° 42′ 43″ O
Quellhöhe 1420 m[1]
Mündung Bei Jaroměř in die ElbeKoordinaten: 50° 21′ 13″ N, 15° 55′ 51″ O
50° 21′ 13″ N, 15° 55′ 51″ O
Mündungshöhe 250 m[2]
Höhenunterschied 1170 m
Sohlgefälle 15 ‰
Länge 77 km[3]
Linke Nebenflüsse Rudný potok, Malá Úpa, Lysečinský potok, Babský potok, Ličná, Rtyňka, Olešnice
Rechte Nebenflüsse Modrý potok, Zelený potok, Maršovka, Válovický potok

Die Úpa (deutsch: Aupa) ist ein linker Nebenfluss der Elbe in Tschechien.

Lage und Lauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reliefkarte des Quellbereichs: Die Aupa fließt östlich ab, die Weiße Elbe (Bílé Labe) westlich.

Die Aupa entspringt im Riesengebirge westlich der Schneekoppe (poln. Śnieżka, tschech. Sněžka) auf einem wasserreichen Hochplateau, dem Koppenplan (tschech. Równia pod Śnieżką), an der Grenze zwischen Tschechien und Polen.

Über die Aupafälle (Horní / Dolní Úpský vodopád) stürzt sie in den Riesengrund (Obří důl) und fließt als Große Aupa (Velka Úpa) in südliche Richtung durch die Städte Pec pod Sněžkou (Petzer) und Velká Úpa (Groß Aupa).

Ihr erster großer Zufluss, die Kleine Aupa, kommt vom Kammsteig am Schmiedeberger bzw. Forstkamm und beide vereinen sich bei der alten Gaststätte „Kreuzschänke“ in Dunkelthal (Temný Důl), einem Ortsteil von Horní Maršov (Marschendorf), um nun gemeinsam unter dem Namen Aupa ohne weitere Eigenschaftsworte weiterzufließen.

Die nächsten Orte am Flusslauf sind Horní Maršov und Svoboda nad Úpou (Freiheit an der Aupa), wo der Fluss die Richtung auf Südost ändert und bei Mladé Buky (Jungbuch) das Naturschutzgebiet des Krkonošský národní park (KRNAP) verlässt.

Bei Trutnov (Trautenau) nimmt die Aupa den Weg in einer Flussbiegung nach Nordosten, als wolle sie zurückfliesen. Beim Trautenauer Ortsteil Poříčí (Parschnitz) lässt sie das Riesengebirge und auch das ehemalige deutsche Sprachgebiet dann aber doch hinter sich und fließt wieder in südöstliche Richtung, bis sie das Städtchen Úpice (Eipel) erreicht.

Hier beginnt ein Naturschutzgebiet mit mehreren Flussschlingen. Oberhalb dieses romantischen Flusstales befinden sich mehrere Burgen und Schlösser, darunter Schloss Ratibořice. Das Tal wird in Erinnerung an die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová, die hier ihre Kindheit verbrachte und es später in ihrem Werk „Babička(Die Großmutter) beschrieb, als Babiččino údolí (Großmuttertal) bezeichnet. Am Wehr im Babiččino údolí wird der Úpský přivaděč zum Stausee Rozkoš abgeleitet.

Kurz vor der Stadt Česká Skalice (Böhmisch Skalitz) endet das Naturschutzgebiet und die Aupa ändert abermals die Richtung, diesmal nach Südwest, um schließlich nach 77 km in der Stadt Jaroměř fast ein bisschen unspektakulär in die Elbe zu münden.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutscher Naturwissenschaftlich-Medizinischer Verein für Böhmen „Lotos“ (Hrsg.): Lotos. Prag 1919 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Havlovice – Náchodec. Havlovice, abgerufen am 21. Oktober 2018 (cz).
  3. Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch: Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033859-1, S. 46 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Úpa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien