(158) Koronis

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Asteroid
(158) Koronis
Ein dreidimensionales Modell von (158) Koronis basierend auf seiner Lichtkurve
Ein dreidimensionales Modell von (158) Koronis basierend auf seiner Lichtkurve
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Epoche: 18. April 2013 (JD 2.456.400,5)
Orbittyp Äußerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie Koronis-Familie
Große Halbachse 2,8685 AE
Exzentrizität 0,0530
Perihel – Aphel 2,7164 AE – 3,0206 AE
Neigung der Bahnebene 1,0015°
Länge des aufsteigenden Knotens 278,0066°
Argument der Periapsis 141,9823°
Siderische Umlaufzeit 4 a 316 d
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 17,6 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 35,37 km (± 1,4)
Albedo 0,2766 (± 0,024)
Rotationsperiode 14 h 13 min
Absolute Helligkeit 9,27 mag
Spektralklasse S
Geschichte
Entdecker Viktor Knorre
Datum der Entdeckung 4. Januar 1876
Andere Bezeichnung 1955 HA1, A893 PA, A911 HB
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten von JPL Small-Body Database Browser. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(158) Koronis ist ein Asteroid des Hauptgürtels, der am 4. Januar 1876 von dem russischen Astronomen Viktor Knorre entdeckt wurde.

Der Asteroid ist nach Koronis, einer Heroin aus der griechischen Mythologie und Mutter des Asklepios (Äskulap), benannt.

Nach ihm ist die Koronis-Asteroidenfamilie benannt.

Nach seinem Spektrum wird er als S-Asteroid klassifiziert[1]. Photometrische Beobachtungen zeigen eine synodische Rotationsperiode von 14,206 ± 0,002 Stunden mit einer Helligkeitsschwankung von 0,28–0,43[2]. Eine nachfolgende Studie am Altimira-Observatorium im Jahr 2010 stimmte mit dieser Schätzung überein und ergab eine Rotationsperiode von 14.208 ± 0.040 Stunden[3]. Basierend auf einem aus der Lichtkurve konstruierten Modell ähnelt die Form von Koronis der von (243) Ida, einem Asteroiden aus der gleichen Familie, obwohl dieser etwas größer ist[4].

Bei einer Kollision mit (158) Koronis vor 15 Millionen Jahren entstand eine Gruppe von 246 Objekten. (158) Koronis selbst behielt 98,7 % seiner Gesamtmasse. Die neuen Objekte bildeten die Familie Koronis(2). Koronis(2) ist eine Unterfamilie der viel größeren Koronisfamilie[5].

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DeMeo, Francesca E.; et al.: An extension of the Bus asteroid taxonomy into the near-infrared. In: Icarus. Juli 2009, S. 160–180, bibcode:2009Icar..202..160D (archive.org [PDF] Siehe Anhang A.).
  2. Slivan, Stephen M.; et al.: Spin vectors in the Koronis family: comprehensive results from two independent analyses of 213 rotation lightcurves. In: Icarus. Nr. 162 (2), S. 285–307, doi:10.1016/S0019-1035(03)00029-0, bibcode:2003Icar..162..285S.
  3. Buchheim, Robert K.: Phase Curves of 158 Koronis and 535 Montague. In: The Minor Planet Bulletin. Nr. 38 (3), Juli 2011, S. 128–130, bibcode:2011MPBu...38..128B.
  4. Asteroid models. Archiviert vom Original am 19. April 2003; abgerufen am 10. Oktober 2018 (englisch).
  5. Molnar, Lawrence A.; Haegert, M. J.: Details of Recent Collisions of Asteroids 832 Karin and 158 Koronis. In: American Astronomical Society. DPS meeting #41, Nr. 27.05, September 2009, bibcode:2009DPS....41.2705M.