Bahnneigung

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A – Objekt
B – Zentralobjekt
C – Referenzebene (z. B. Äquatorebene)
D – Orbitalebene (Bahnebene)
i – Inklination
grün: Schnittlinie C / D

Die Bahnneigung oder Inklination eines Himmelskörpers ist in der Himmelsmechanik der Winkel zwischen seiner Bahnebene und einer Referenzebene. Die Bahnneigung ist eines der sechs Bahnelemente der klassischen Bahnbestimmung. Zusammen mit dem Argument des Knotens definiert sie die Lage der Bahnebene im Raum. Bahnneigungen zwischen 90° und 270° kennzeichnen einen retrograden (gegenläufigen) Orbit.

Im Falle von Keplerbahnen (nur zwei Körper im Vakuum) ist die Bahnneigung konstant, und die Bahnebene bleibt in ihrer Ausrichtung unter den Fixsternen stabil. Bei gravitativen Störungen durch dritte Körper erleidet das Argument des Knotens kleine, teilweise periodische Änderungen. Daher wird das Bahnelement als eine Reihe oskulierender Terme bezüglich einer Epoche angegeben, also als zu einem bestimmten Zeitpunkt gültige Näherungslösung.

Referenzebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Referenzebene der Bahnneigung hängt vom betrachteten Himmelskörper ab:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitat (ergänzt) aus: Astrolexikon: Inklination

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]