3-Iodpropen

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Strukturformel
Strukturformel von 3-Iodpropen
Allgemeines
Name 3-Iodpropen
Andere Namen

Allyliodid

Summenformel C3H5I
CAS-Nummer 556-56-9
PubChem 11166
Kurzbeschreibung

gelbe Flüssigkeit mit stechendem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 167,98 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,84 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−99 °C[1]

Siedepunkt

102 °C[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[1]
  • mischbar mit Chloroform, Diethylether und Ethanol[2]
Brechungsindex

1,5540 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​314
P: 210​‐​280​‐​305+351+338​‐​310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Ätzend Leichtentzündlich
Ätzend Leicht-
entzündlich
(C) (F)
R- und S-Sätze R: 11​‐​34
S: 7​‐​16​‐​26​‐​45
Toxikologische Daten

10 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

53,7 kJ/mol[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

3-Iodpropen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der ungesättigten organischen Halogenkohlenwasserstoffe.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3-Iodpropen kann durch Reaktion von Allylalkohol oder Glycerin mit Iodwasserstoff gewonnen werden.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3-Iodpropen ist eine lichtempfindliche, gelbe Flüssigkeit mit stechendem Geruch, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3-Iodpropen wird zur Herstellung weiterer Allylverbindungen und Polymere verwendet.[2][7]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dämpfe von 3-Iodpropen bilden mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 5 °C).[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Eintrag zu CAS-Nr. 556-56-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 27. Mai 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b  S. Gangolli: The Dictionary of Substances and Their Effects. Royal Society of Chemistry, 1999, ISBN 978-0-85404-808-3, S. 143 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Datenblatt Allyl iodide, 97+%, stab. with copper bei AlfaAesar, abgerufen am 27. Mai 2013 (JavaScript erforderlich).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-23.
  6.  Rahul Singhal: Electronics Engineering. ISBN 978-818722470-9, S. 105 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Richard P. Pohanish: Sittig's Handbook of Toxic and Hazardous Chemicals and Carcinogens. William Andrew, 2011, ISBN 1-4377-7870-4, S. 105 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).