A-222

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A-222


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: Selbstfahrlafette der Küstenwache
Herstellerland: SowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Entwickler/Hersteller: Zentrales Konstruktionsbüro „Titan“
Entwicklungsjahr: 1976–1992
Produktionsstart: 1988
Waffenkategorie: Zugrohrkanone
Technische Daten
Kaliber:

130 / L55

Anzahl Züge: 40
Höhenrichtbereich: −5...+50 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: −120...+120

А-222 „Bereg“ ist die Bezeichnung einer Selbstfahrlafette für die Küstenwache aus sowjetischer und russischer Produktion, entwickelt um geringe und mittelgroße Ziele auf dem Wasser zu bekämpfen. Darunter fallen unter anderem Kriegsschiffe und Ziele mit hoher Geschwindigkeit mit bis zu 100 Knoten (mindestens 180 km/h) in der Nähe der Küste oder auf vorgelagerten Inseln in Schärenregionen, aber auch Ziele an Land. Der Zielerfassungsradius beträgt bis zu 30 km und der Bekämpfungsradius bis zu 23 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Selbstfahrlafette begann 1976 im Zentralen Konstruktionsbüro „Titan“, einer Unterabteilung der militärischen Produktionsbetriebes „Barrikade“. Im Jahr 1980 wurde die technische Dokumentation der neuen 130-mm-Selbstfahrlafette A-222 „Bereg“ für die Serienproduktion übergeben. 1988 wurde der erste Prototyp hergestellt, der direkt zu den Feldtests befördert wurde.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein eingebauter Computer ist in der Lage, die Zielerfassung der Selbstfahrlafette permanent zu korrigieren. Der Vorteil des A-222-Systems liegt in der Größe seines Kalibers, einer universalen Verwendung der Munition und der Anwendung zur Bekämpfung verschiedener Ziele zu Wasser und zu Land, der Einsatz unter verschiedenen klimatischen Bedingungen unter vollständig autonomer Arbeitsweise und einer Kadenz von bis zu 12 Schuss pro Minute.[1]

Eine A-222-Batterie besteht aus vier bis zu sechs Selbstfahrlafetten (Kaliber 130 mm), einem mobilen zentralen Kommandostand МР-195 mit der zentralen Möglichkeit der Steuerung der Einheiten und ein bis zwei speziellen Servicefahrzeugen mit Generatoren (jeweils mit zwei Aggregaten zu je 30 kW), einer kleinen Küche, sonstigem Zubehör und mit 7,62-mm-Maschinengewehrtürmen. Alle Fahrzeuge basieren auf dem MAZ-543-Chassis mit der Antriebsformel 8×8.[2][3]

Nutzerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Nutzer

  • RusslandRussland Russland – Ab dem Januar 2018 befinden sich 36 A-222 bei der Küstenwache im Dienst.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Широкорад А. Б.: 130-мм самоходный комплекс «Берег». Техника и оружие, Nr. 2. Техинформ, 1997, S. 26.
  • Энциклопедия XXI век. Оружие и технологии России. Выстрелы корабельной артиллерии. Издательский дом «Оружие и технологии», 2006, ISBN 5-93799-023-4, S. 614.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (übersetzt) Mobile Selbstfahrlafette A-222 der Küstenwache.
  2. Широкорад А. Б.: 130-мм самоходный комплекс «Берег». Техника и оружие, Nr. 2. Техинформ, 1997, S. 26.
  3. Энциклопедия XXI век. Оружие и технологии России. Выстрелы корабельной артиллерии. Издательский дом «Оружие и технологии», 2006, ISBN 5-93799-023-4, S. 614.
  4. The International Institute for Strategic Studies (IISS): The Military Balance 2018. 1. Auflage. Routledge, London 2018, ISBN 978-1-85743-955-7, S. 198 (englisch, Stand: Januar 2018).