Voere AM 180 Automat

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Voere AM 180 Automat
Allgemeine Information
Einsatzland: Vereinigte Staaten von Amerika
Entwickler/Hersteller: American Arms International, Illinois Arms Company, Inc. (ILARCO)
Herstellerland: Österreich, Vereinigte Staaten von Amerika
Produktionszeit: seit 1972
Waffenkategorie: Maschinenpistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 900 mm
Gewicht: (ungeladen) 2,6 kg
Lauflänge: 470 mm , 229 mm
Technische Daten
Kaliber: .22 lfB, .22 Winchester Magnum
Mögliche Magazinfüllungen: 165, 177, 220, 275 Patronen
Munitionszufuhr: Tellermagazin
Kadenz: 1200 Schuss/min
Feuerarten: Halbautomatisch und vollautomatisch
Visier: Kimme + Korn, Laserzielgerät
Verschluss: Masseverschluss
Ladeprinzip: Rückstoßlader
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Die Voere AM 180 Automat war die weltweit erste Handfeuerwaffe mit Laserzielgerät.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Voere AM 180 Automat ist eine Maschinenpistole, die mit einem hölzernen Anschlag-, Knauf- sowie einem abnehmbaren Vorderschaft versehen ist. Zum Einsatz bei Tageslicht wird der Laser durch einen Holzschaft ersetzt. Dadurch kann nach dem Entfernen des Laserzielgerätes der Lauf zur Stabilisierung beim Feuern mit der Hand gehalten werden, da die Hand vor dem heißen Lauf geschützt wird. Die Munitionszuführung erfolgt über ein Tellermagazin, das oben auf der Waffe angebracht ist. Es kann eine Ladung bis zu 275 Patronen tragen. Sie wurde von dem US-amerikanischen Waffendesigner Richard Casull um 1960 entwickelt[1] und zur Verbesserung an die österreichische Fa. Voere Präzisionstechnik GmbH aus Kufstein, Tirol übergeben. Mit Ausnahme des Laserzielgerätes wurde die Waffe bei Voere bis 1972 zur Serienreife entwickelt und anfangs auch produziert. Die AM 180 war als schnelle Antwort auf das Olympia-Attentat von München im Jahr 1972 gedacht. 1974 ging sie in die Serienproduktion.[2][3] Die Waffe wurde zuerst aus Österreich importiert und später von den US-amerikanischen Unternehmen Illinois Arms Company, Inc. und American Arms International in den USA hergestellt. Das Laserzielgerat bietet dem Präzisionsschützen mit seinem batteriebetriebenen roten Laser eine Rückmeldung über die genaue Lage des ausgewählten Zieles im Visier. Die Voere AM 180 bietet zwei Feuermodi: Einzelfeuer und Dauerfeuer. Bedingt durch die Bauweise und die Munitionsart sind sehr hohe Feuergeschwindigkeiten von bis zu 1200 Schuss pro Minute möglich. Durch das kleine Kaliber .22lfb und eine schwache Treibladung entsteht ein für den Schützen kaum merklicher Rückschlag, so dass das Schussbild sehr gebündelt ausfällt und auch die Lärmentwicklung gering gehalten wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stockholm International Peace Research Institute: Anti-personnel weapons, Verlag Taylor & Francis, 1978, Seite 91, ISBN 978-0-8448-1311-0
  • Peter Pilz: Die Panzermacher: die österreichische Rüstungsindustrie und ihre Exporte, Band 10 von Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik, Verlag für Gesellschaftskritik, 1982

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patentzeichnung von Richard Casull@1@2Vorlage:Toter Link/85.10.199.166 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  2. http://voere.at/en/the-company/2/66-historie-1972.html@1@2Vorlage:Toter Link/voere.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Archivlink (Memento vom 20. Oktober 2010 im Internet Archive)