Acropora

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Acropora
Acropora nasuta

Acropora nasuta

Systematik
Stamm: Nesseltiere (Cnidaria)
Klasse: Blumentiere (Anthozoa)
Unterklasse: Hexacorallia
Ordnung: Steinkorallen (Scleractinia)
Familie: Acroporidae
Gattung: Acropora
Wissenschaftlicher Name
Acropora
Oken, 1815

Die Acroporen sind die artenreichste Gattung der Steinkorallen (Scleractinia). Während es in der Karibik nur drei Arten gibt, und die Acroporen um Hawaii fehlen, gibt der australische Steinkorallenspezialist Veron allein für Ostaustralien 73 Arten an. Die genaue Artenzahl im gesamten Indopazifik ist unbekannt, da es wegen der vernetzten Evolution dieser Gattung eine Vielzahl von Formen gibt, deren Artstatus nicht bestimmt werden kann.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Polypen der Acroporen werden nur ein bis drei Millimeter lang. Charakteristisch ist ein größerer Polyp am Ende jedes Zweiges. Die Endpolypen haben oft auch eine besondere Färbung und geben der meist eher bräunlichen Korallenkolonie Farbe. Alle Polypen haben sechs Tentakel, die sie nachts zum Planktonfang herausstrecken.

Im deutschen nennt man die Acroporen je nach Wuchsform oft Geweihkorallen oder Tischkorallen. Wie die meisten anderen Steinkorallen leben sie in einer symbiotischen Beziehung mit kleinen Algen (Zooxanthellen), die die Acroporen mit Nährstoffen versorgen. Sie sind deshalb auf helle Standorte angewiesen. Acroporen dominieren an vielen Stellen die Riffe und bilden regelrechte Monokulturen. Sie wachsen sehr schnell und haben einen geschätzten Anteil von 25 % an der Riffbildung. Bei Barbados hat man bei Acropora cervicornis einen jährlichen Zuwachs von 26 Zentimeter festgestellt. Während die Blumentiere im flachen Wasser und auf den Riffdächern meist busch- oder geweihförmig wachsen, bilden sie an den Riffabhängen oft tischförmige Stöcke und wachsen, um noch möglichst viel Licht aufzufangen, waagerecht nach außen.

Arten[Bearbeiten]

Flug durch einen CT-Bildstapel einer Acropora-Koralle aus drei Ansichten. Es ist sichtbar, dass die „Arme“ aus zahlreichen hohlen Gängen bestehen. Die Koralle wurde mit Heißkleber in einen Stein eingeklebt und hat ihn anschließend überwuchert.
Flug um das aus obigen Daten erzeugte 3D-Objekt.
Elchgeweihkoralle
(Acropora palmata)
Hirschgeweihkoralle
(Acropora cervicornis)

Aquarienhaltung[Bearbeiten]

Acroporen können auch in gut gepflegten Meerwasseraquarien kultiviert werden. Sie erreichen hier bei guten Wasserbedingungen Längenzuwächse von 16 Zentimeter im Jahr. Durch Fragmentation größerer Kolonien können sie leicht künstlich vermehrt werden. Inzwischen gibt es viele Korallenzüchter, die Acroporen vermehren und versuchen möglichst farbige Formen zu erhalten. Es ist heute nicht mehr nötig Acroporen aus Korallenriffen zu importieren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Julian Sprung: Korallen, Dähne Verlag, 2000, ISBN 3-921684-87-0
  • S. A. Fosså, & A. J. Nilsen: Korallenriff-Aquarium, Band 4, Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim, ISBN 3-928819-05-4
  • Erhardt/Moosleitner: Mergus Meerwasser-Atlas Band 2, Mergus-Verlag, Melle, 1997, ISBN 3-88244-112-7
  • Erhardt/Baensch: Mergus Meerwasser-Atlas Band 4, Mergus-Verlag, Melle, 1998, ISBN 3-88244-023-6
  • Erhardt/Baensch: Mergus Meerwasser-Atlas Band 5, Mergus-Verlag, Melle, 2000, ISBN 3-88244-115-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Acropora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien