Adolf Krome

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Adolf Krome (* 28. Januar 1900 in Hannover; † 21. Februar 1979 in Osterode am Harz) war ein deutscher Kaufmann und Politiker. Für die CDU saß er im Niedersächsischen Landtag.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Krome studierte an den Universitäten Göttingen und Rostock Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. 1919 wurde er Mitglied des Corps Hildeso-Guestphalia Göttingen.[1] 1920 schloss er sich dem Corps Vandalia Rostock an.[2] Er wurde zum Dr. jur. und Dr. rer. pol. promoviert. Zum 1. August 1932 trat er in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (Mitgliedsnummer 1.277.775). Vom 1. Mai 1933 bis 1935 war er in der Sturmabteilung und von 1935 bis 1939 im Nationalsozialistischen Fliegerkorps. Zudem war Krome Mitglied in der Deutschen Arbeitsfront, in der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, im Kyffhäuserbund und von 1934 bis 1939 im Reichsbund für Leibesübungen.

Ab 1. Dezember 1940 arbeitete Krome im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition. Von 1941 bis 1945 war er von diesem Ministerium als Referent in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda abgeordnet. Im Zweiten Weltkrieg war er im Kriegseinsatz. Die Entnazifizierungs-Entscheidung vom 24. Oktober 1949 stufte ihn zunächst in Kategorie IV als „Mitläufer“ ein. Die Berufungsverhandlung vom 21. Februar 1950 entnazifizierte ihn in Kategorie V als entlastet.

Krome war Kaufmann und Fabrikbesitzer. Als Mitglied der Christlich Demokratischen Union und als Nachrücker für Gerhard Jungmann war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages der vierten Wahlperiode vom 6. Dezember 1961 bis zum 5. Mai 1963. Dort gehörte er den Ausschüssen für Sozialangelegenheiten und Wirtschaft und Verkehr an. Von 1962 bis 1971 war er Bürgermeister der Stadt Osterode am Harz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan A. Glienke: Die NS-Vergangenheit späterer niedersächsischer Landtagsabgeordneter. Abschlussbericht zu einem Projekt der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen im Auftrag des Niedersächsischen Landtages. Herausgegeben vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Durchgesehener Nachdruck der ersten Auflage. Hannover 2012, S. 173f (online als PDF).
  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 216.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 77,341
  2. Kösener Corpslisten 1996, 183, 470