Adolph Keferstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Christoph Adolph Keferstein (* 4. August 1773 in Kröllwitz; † 12. August 1853 in Weida) war ein deutscher Erfinder, Fabrikant und Papiermüller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keferstein stammte aus einer alteingesessenen Papiermüllerfamilie. Schon früh wurde er durch den Vater Georg Christoph Keferstein in die Produktion von Papier eingeführt. 1802 übernahm er die väterliche Papiermühle, die schon seit 1700 in Weida betrieben wurde, aber zum Todeszeitpunkt des Vaters im Jahr 1802 unter der Leitung seines Bruders war. Sein großes Interesse galt der Entwicklung und Konstruktion einer Tuchscher- und Spinnmaschine und der Entwicklung einer Papier-Endlosmaschine, zu der er 1816 einen Entwurf zeichnete. 1819 entwarf er eine Rundsiebmaschine, die 60 Ellen lange Papierbögen erzeugte. Diese in Weida entwickelte und überwiegend aus Holz gefertigte Papiermaschine gilt als die erste dieser Art im deutschsprachigen Raum, ließ sich jedoch aufgrund der Holzbauart nicht professionell einsetzen.[1] Erst nach Ablauf eines seit 1818 von einem Engländer gehaltenen preußischen Patentes auf diesen Maschinentyp, der ihm die alleinige Produktion sicherte, im Jahre 1833, wurden auf Kefersteins Konstruktion aufbauend in Deutschland Maschinen produziert, die auch in der deutschen Papierindustrie zum Einsatz kamen. Auch zeichnete Keferstein Pläne für die Weimarer Wasserwerke. Aus allen Arbeiten konnte Keferstein größtenteils kein Kapital schlagen.

Keferstein war seit 1798 mit der Tochter des Predigers Schwalenberg aus Berßel verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Söhne hervor, drei verstarben im Kindesalter. Sein Neffe Christian Keferstein war Mineraloge und Ethnograph.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Verzeichnis seiner bis 1795 gedruckten Arbeiten befindet sich im Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften von Poggendorff, Band I, S. 1234.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Funke: Buchkunde, S. 59 Online