Adolph Lesser

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Dieser Artikel behandelt den Juristen, für den Mediziner siehe Adolf Lesser

Gustav Adolph Eduard Lesser (* 1. Januar 1819 in Berlin; † 21. Oktober 1898) war ein deutscher Reichsgerichtsrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lesser studierte Rechtswissenschaften in Bonn und wurde 1837 Mitglied des Corps Rhenania Bonn.[1] Er wurde 1839 auf den preußischen Landesherrn vereidigt. 1841 wurde er Gerichtsreferendar am Kammergericht. 1844 ernannte man ihn zum Gerichtsassessor am Oberlandesgericht Stettin. 1846 kam er wieder an das Kammergericht. 1850/51 kam er als Kreisrichter nach Neisse. 1856/57 wurde er zum Stadt- und Kreisgerichtsrat in Magdeburg befördert. 1863 kam er als Appellationsgerichtsrat nach Posen und 1867 als Kammergerichtsrat nach Berlin. 1870 wurde er Obertribunalsrat. 1879 kam er an das neugegründete Reichsgericht. Er war als Richter dem IV. Zivilsenat des Reichsgerichts zugewiesen. Er trat 1887 in den Ruhestand. Der Dermatologe Edmund Lesser war sein Sohn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Lobe: „Fünfzig Jahre Reichsgericht am 1. Oktober 1929“, Berlin 1929, S. 351.
  • Rainer Paetau, Hartwin Spenkuch, (Bearb.): Acta Borussica: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38, Band 6/II (1867-1878), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.), Hildesheim 1999–2003, S. 670.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 26, 163.