Aglona

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Aglona (dt.: Aglohn)
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Aglona (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Lettgallen (lettisch: Latgale)
Verwaltungsbezirk: Aglonas novads
Koordinaten: 56° 8′ N, 27° 1′ OKoordinaten: 56° 8′ 0″ N, 27° 1′ 0″ O
Einwohner: 964
Fläche:
Bevölkerungsdichte:
Höhe: 145 m
Webseite: www.visitaglona.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Aglona (deutsch Aglohn) ist Hauptort der Gemeinde Aglonas novads im lettischen Landesteil Lettgallen. Es liegt etwa 40 km NNO der Stadt Daugavpils und ist berühmt durch die barocke Wallfahrtskirche.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wallfahrtsort liegt auf einem schmalen Landstreifen zwischen den Seen Cirišs und Egles und entstand aus einem Zusammenschluss der Siedlungen Aglona, Somerseta und Jaunciems. Die nahe Opferinsel (lettisch: Upursala), Teufelssee (lettisch: Velnezers), das Schloss Madelan (lettisch: Madelāņu pilskalns) und die umgebenden Kiefernwälder machen Aglona zu einem beliebten Ausflugsziel. Traditionell verbringen auch viele Familien aus Russland ihre Sommerferien hier.

Basilika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wallfahrtsbasilika am 15. August 2010
Der Hochaltar mit dem Gnadenbild

Im Jahr 1699 gründete der Dominikanerorden in Aglona ein Kloster. Das Gnadenbild Unsere Liebe Frau von Aglona, das die Dominikaner vermutlich aus Litauen hierher brachten, ist bedeutend älter. Da es immer mehr Pilger anzog, wurde von 1768 bis 1780 die heutige Basilika Mariä Himmelfahrt errichtet, in deren Hochaltar die Marienikone eingefügt wurde. Der Hügel ist das geistliche Zentrum der Katholiken im sonst eher lutherisch geprägten Lettland, und die Wallfahrtsbasilika ist die wichtigste katholische Kirche des Landes. Das Innere der barocken Basilika ist mit Grisaillemalereien im Stil des Rokoko verziert. Sie wird jährlich von über 50.000 Gläubigen besucht, insbesondere zum Fest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Viele Votivgaben zeugen von Gebetserhörungen. Die Basilika liegt an einer Quelle, der man Heilkräfte nachsagt.

1980 feierte die Kirche den 200. Weihetag und bekam von Papst Johannes Paul II. den Rang einer Basilica minor verliehen. 1986 wurde hier der 800. Jahrestag der Christianisierung Lettlands begangen. Papst Johannes Paul II. besuchte die Pilgerstätte im September 1993, begleitet von 300.000 Pilgern aus Lettland und den Nachbarländern. Sie gehört zu den weltweit 8 internationalen katholischen Heiligtümern.[1]

Aglonas novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde aus Aglona, Grāveri, Kastuļina und Šķeltova die neue Gemeinde Aglonas novads mit 4426 Einwohnern gebildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg ermordete am 22. August 1941 das Rollkommando Hamann in Aglohn 269 Männer, 227 Frauen und 48 Kinder als „Geisteskranke“.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aglona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gcatholic.org
  2. Seite 5 (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive)