Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

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Tschechische Akademie der Wissenschaften
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Gründung 1992
1953: Tschechoslowakische Akademie der Wissenschaften
1890: Tschechische Akademie der Wissenschaften und Künste
1784: Königliche böhmische Gesellschaft der Wissenschaften
Trägerschaft Tschechien
Ort Prag
Vorsitzende Eva Zažímalová
Mitarbeiter 7000 (2007)
Website http://www.avcr.cz/
Hauptgebäude der Akademie in der Národní

Die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik (tschechisch Akademie věd České republiky, abgekürzt AV ČR) oder die Tschechische Akademie der Wissenschaften (englisch Czech Academy of Sciences, abgekürzt CAS), ist die führende außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Tschechien. Die Akademie beschäftigt sich mit Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Die Zentralverwaltung der Akademie und vierzig Forschungsinstitute haben ihren Sitz in Prag, die übrigen Institute in anderen Städten des Landes.

Die Akademie vergibt mehrere Auszeichnungen, darunter die Heyrovský-Medaille.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik wurde 1992 als Nachfolgerin des tschechischen Teils der früheren Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften gegründet, die ihrerseits im Jahr 1952 durch Fusion der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste und der Königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften entstand.

Die Akademie beschäftigt rund 6400 Mitarbeiter und ihre Vorsitzende ist Eva Zažímalová.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptaufgabe der Akademie ist Grundlagenforschung. Die Akademie berät den Staat in den Bereichen Forschung und Entwicklung, betreibt nationale und internationale Forschungsprogramme und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen angewandter Forschung und Industrie. Die Institute beteiligen sich mit Doktorstudiengängen auch am Bildungswesen.

Das höchste Selbstverwaltungsorgan der AV ČR ist das Akademische Parlament, das sich zu zwei Dritteln aus Wissenschaftlern der einzelnen Einrichtungen zusammensetzt, sowie aus Repräsentanten von Hochschulen, der staatlichen Verwaltung, Vertretern der Industrie und weiteren öffentlichen Persönlichkeiten. Das Ausführende Organ ist der Akademische Rat, vertreten durch den Vorsitzenden der Wissenschaftsakademie. Der Wissenschaftliche Rat beschäftigt sich vor allem mit politisch-wissenschaftlichen Fragen der Akademie. Alle Organe werden für eine Zeitdauer von vier Jahren gewählt. Eine unabhängige Aufsichtskommission überwacht und bewertet die Ergebnisse und Vorhaben der Akademie.

Die Akademie wird aus dem Staatshaushalt finanziert. Die Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit entspricht dabei dem internationalen Standard. Neben der rein allgemeinen Finanzierung, werden auch spezielle Projektfinanzierungen realisiert.

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akademie besteht aus 53 Forschungsinstituten. Diese gliedern sich in drei Hauptabteilungen mit jeweils drei Sektionen:

  • Hauptabteilung der Wissenschaften von der unbelebten Natur
    • Sektion Mathematik, Physik und Informatik
      • Astronomisches Institut
      • Physikalisches Institut
      • Mathematisches Institut
      • Institut für Informatik
      • Institut für Kernphysik
      • Institut für Informationstheorie und Automatisierung
    • Sektion Angewandte Physik
      • Institut für Materialphysik
      • Institut für Plasmaphysik
      • Institut für Hydrodynamik
      • Institut für Gerätetechnik
      • Institut für Photonik und Elektronik
      • Institut für Thermomechanik
      • Institut für theoretische und angewandte Mechanik
    • Sektion Geographie
      • Geophysikalisches Institut
      • Geologisches Institut
      • Institut für Atmosphärenphysik
        Meteorologische Station auf der Milešovka
      • Institut für Geonik
      • Institut für Gesteinsstruktur und -mechanik
  • Hauptabteilung der Wissenschaften von der belebten Natur und der Chemie
    • Sektion Chemie
      • Institut für anorganische Chemie
      • Institut für chemische Prozesse
      • Jaroslav-Heyrovský-Institut für physikalische Chemie
      • Institut für analytische Chemie
      • Institut für makromolekulare Chemie
        Institut für makromolekulare Chemie
      • Institut für organische Chemie und Biochemie
    • Sektion Biologie und Medizin
      • Biophysikalisches Institut
      • Biotechnologisches Institut
      • Physiologisches Institut
      • Mikrobiologisches Institut
      • Institut für experimentelle Botanik
      • Institut für experimentelle Medizin
      • Institut für molekulare Genetik
      • Institut für Tierphysiologie und -genetik
    • Sektion Biologie und Ökologie
      • Biologisches Zentrum
      • Entomologisches Institut
      • Hydrobiologisches Institut
      • Parasitologisches Institut
      • Institut für pflanzliche Molekularbiologie
      • Institut für Bodenbiologie
      • Botanisches Institut
      • Institut für Wirbeltierbiologie
      • Institut für Systembiologie und Ökologie
      • Zentrum der Erforschung des globalen Wandels
  • Hauptabteilung Human- und Sozialwissenschaften.
    • Sektion Sozialwissenschaften und Ökonomie
      • Bibliothek der AV ČR
      • Volkswirtschaftliches Institut
      • Psychologisches Institut
      • Soziologisches Institut
      • Institut für Staat und Recht
    • Sektion Geschichte
      • Archäologisches Institut Prag
      • Archäologisches Institut Brünn
      • Historisches Institut
      • Masaryk-Institut – Archiv der AV ČR
      • Institut für Kunstgeschichte
      • Institut für Zeitgeschichte
    • Sektion Geisteswissenschaften und Philologie
      • Ethnologisches Institut
      • Institut für Philosophie
      • Orientalisches Institut
      • Slawisches Institut
      • Institut für tschechische Literatur
      • Institut für tschechische Sprache

Vorsitzende der AV ČR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien