Albino (Rapper)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Albino bei einem öffentlichen Auftritt in Frankfurt

Albino (* 17. Dezember 1974 in Lübeck;[1] bürgerlich Matthias Albrecht) ist ein deutscher Rapper, der neben seiner Musikkarriere auch als Aktivist der Tierrechtsbewegung in Erscheinung tritt. Bislang veröffentlichte er fünf Solo- und fünf Kollaborationsalben. Seit Mitte der 2000er erreichte sein musikalisches Wirken zunehmend die Aufmerksamkeit szeneinterner Medien.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 nahm er mit Lübeck, das den Lübecker Brandanschlag thematisiert, sein erstes Lied in den Heidelberger Piemont Studios auf.[2] 1998 veröffentlichte er mit der EP Lyrischer Widerstand seine erste CD, sein Debütalbum „Vertuscht & Verschleiert“ erschien 2000. Bis zum heutigen Tage sind fünf Soloalben, vier Kollaboalben sowie drei EPs und eine Vinyl Maxi erschienen. Musikalisch ist er für seine Vorliebe für klassische und häufig melancholische Samples bekannt. Zu seinen musikalischen Vorbildern zählen unter anderem Advanced Chemistry und IAM. Im Oktober 2013 erschien seine aktuelle Solo-CD Anderland, im Januar 2018 ein gemeinsames Album mit Master Al Deus Ex Machina.[3]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stilistisch sind die Texte Albinos dem Conscious Rap zuzuordnen. Albino beschreibt seine Musik als authentisch und progressiv. Während seine Texte anfangs hauptsächlich politisch beeinflusst waren, wurden in ihnen später auch persönliche Einflüsse verarbeitet. Außerdem nimmt er in seinen Texten oftmals Bezug zu Rudi Dutschke.[1]

In den Songtexten geht es oft um Tierrechte und Speziesismus (Ohne Rechte, Kein Frieden,[4] Unbegreifbar, Jetzt ist genug), aber auch sozialkritische und ökologische Themen werden wiederholt behandelt (Tatort Bonn, Selbstmord, Deshalb, Wintertraum). Selbstreflexion ist ebenfalls in vielen Stücken Gegenstand (Gutes Gefühl?, An alle, Vogelfrei, Die Ruhe vor dem Sturm).

Engagement für Tierrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albino ist seit 1993 Vegetarier und seit 1999 Veganer.[5] 1999 schrieb er mit Ohne Rechte erstmals ein Stück, das sich mit Tierrechten befasst. 2000 begann sein Engagement in der Tierrechtsszene. So war er Gründungsmitglied der mittlerweile aufgelösten „TiBIK“ (Tierbefreiungsinitiative Kiel), einer in Kiel ansässigen Tierrechtsgruppe. Er unterstützt auch oft Tierrechts-Demonstrationen musikalisch.[5] Medial trat Albino im Kontext der Diskussion um das Mensch-Tier Verhältnis in der Arte-Sendung Tracks im Jahr 2006 in Erscheinung[6] und wurde im Titelthema des Stern (04/2011) benannt und zitiert.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben
Kollaboalben
  • 2005: Echolot (mit Nesti unter dem Namen Syndikat)
  • 2008: 88 Is Great (mit Madcap unter dem Namen Plan 88)
  • 2010: Im Augenblick (mit Callya)
  • 2015: Planet der Klassen (mit Holger Burner)
  • 2018: Deus Ex Macina (mit Master Al)
EPs
Singles
  • 1999 Heartcore
  • 2003: § 129 (mit Madcap, nur als Maxi CD)[9]
  • 2011 Der Wind weht / Rebelshit (Online Single mit Callya)[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albino (Rapper) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Interview mit Black Mosquito (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 1,8 MB)
  2. Interview mit peta2.de (Memento vom 28. Dezember 2010 im Internet Archive)
  3. [1]
  4. Kein Frieden Lyrics (Memento vom 9. August 2016 im Webarchiv archive.is)
  5. a b TIRM! Ausgabe 02/2006 (Memento vom 30. April 2007 im Internet Archive)
  6. https://www.youtube.com/watch?v=Vcg8Ze-8twE
  7. stern Nr. 4, 20. Januar 2011; Artikel: "Fleischlos glücklich"
  8. Gehversuche (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive)
  9. Ein Album mit Durchschlagskraft! (Memento vom 22. Juni 2008 im Internet Archive)
  10. Video & Doppelsingle (Memento vom 29. November 2011 im Internet Archive)