Albrecht Wild

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Albrecht Wild (2014)

Albrecht Wild (* 15. Juli 1959 in Weinheim) ist ein deutscher Maler und Konzept-Künstler. Wild lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1984 bis 1990 studierte Wild an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle. Im Jahr 1986/87 war er Schüler von Bruce McLean an der Slade School of Fine Art, University College London. Mit der Ernennung zum Meisterschüler schloss er sein Studium im Jahr 1991 in Frankfurt am Main ab.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende der 1980er Jahre erhielt er diverse Kunstpreise und Stipendien wie u. a. das Jahresstipendium des Lions Club International, den Jahreskunstpreis der Frankfurter Künstlerhilfe. Er arbeitete im südkoreanischen Seoul als „Artist in Residence“ des National Museum of Contemporary Art und im IASK Changdong Art Studio.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wild beschäftigte sich intensiv mit Malerei. Bis Ende der 1990er Jahre entstanden zunächst die „Grau-Malereien“, Übermalungen mit Industriefarbe. Es folgten die fast ornamentalen, mehrteiligen Shaped Canvases. Dazu entwickelte er den sich bis heute sich stetig erweiternden Werkkomplex der „Beermats“.[1] Diese mittels Schnittmuster neu zusammengesetzten Bierdeckel-Arbeiten stehen als Einzel-Objekte für sich.

Parallel arbeitet er seit 1995 an „Sackgassen“ von Gesellschaft, dreidimensionalen und/oder textlichen Eingriffen im öffentlichen und musealen Raum. Beispielhaft genannt seien Boatpeople 2006/07, entstanden in Zusammenarbeit mit seiner Partnerin, der Malerin Suzanne Wild für das Projekt „Fluid Artcanal International“,[2][3] sein Beitrag zur Ausstellung Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft im Stadtmuseum Simeonstift Trier [4][5] und Flagupy - Literatur der Armut,[6] ein Fahnenprojekt am Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden 2013 im Rahmen des Georg-Büchner-Gedenkjahres 2013.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen

  • 2016 KLASSIKER, Galerie Perpétuel, Frankfurt//M.
  • 2016 Ukiyo-e, DavisKlemmGallery, Wiesbaden
  • 2015 HO FAME, Temporäre Intervention am Glockenturm, Weißfrauen Diakoniekirche, Frankfurt/M.
  • 2014 Bieres du Monde, Ausstellungshalle 1A, Frankfurt/M.
  • 2013 Flagupy. Literatur der Armut, Literaturhaus Wiesbaden in der Villa Clementine
  • 2012 Und wehe du stellst dein Glas hier ab, Galerie Alexandra Erlhoff, Berlin
  • 2011 ANNA, Ausstellungshalle 1A, Frankfurt/M. (mit Andreas Exner und Ulrich Becker)
  • 2009 Gimme Shelter, Gallery KunstDoc, Seoul
  • 2008 I didn’t expect this to happen to me, IASK National Art Studio Gallery, Changdong, Seoul
  • 2005 Joint Venture, IHK Frankfurt/M., in Zusammenarbeit mit Städel Museum Frankfurt/M. (mit S. Wild)
  • 2004 Joint Venture, Gallery Kaze, Osaka, kuratiert vom Goethe-Institut Kansai (mit S. Wild)
  • 2000 Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden und Museum Goch / Niederrhein (mit Suzanne Wild)
  • 1999 Bierdeckelraum, Galerie Bässmann & Cadoz, Düsseldorf
  • 1998 APT-Gallery, London (mit Suzanne Wild)
  • 1997 Heart Gallery, Mannheim

Ausstellungsbeteiligungen

  • 2016 MACS Museu de Arte Contemporanea de Sorocaba, Sao Paulo, Brazil
  • 2013 Galerie Perpétuel, Frankfurt/M.
  • Wandstücke, Galerie Oberem, Bremen
  • Prolog 11, Institut für Alles Mögliche, Berlin
  • Doppelbock, Kunstverein Neuhausen und Kunstverein Gästezimmer, Stuttgart
  • Wurzeln weit mehr Aufmerksamkeit widmen, Weimar, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Karlsruhe, Leipzig
  • 2012 Ende gut Alles gut, Kunstverein Lola Montez, Frankfurt/M.
  • 2011 Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft, Stadtmuseum Simeonstift, Trier Pauvre Luxembourg, Musèe d’Histoire de la Ville de Luxembourg
  • 2010 Stamford Works, Dalston und The Centre of Creative Collaboration, University of London
  • 2009 Nochnichtmehr – Handeln im unmarkierten Raum, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
  • summerhits, QuadrART Dornbirn
  • 2008 Goethe-Institute, Seoul, ROK; Boom - KNUA Korea National University of Arts, Seoul; Chuncheon Mime Festival (Studio Gallery), Chuncheon
  • 2006/07 Fluid Artcanal International, Le Landeron/Biel und Gapcheon Stream, DaeJeon (in Zusammenarbeit mit dem Metropolitan Museum of Art, DaeJeon)
  • 2006 Pas tout seul, Musée d'art et d'histoire Neuchâtel
  • 2001 Neuer Kunstverein Aschaffenburg e.V. und Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albrecht Wild - Flagupy / Literatur der Armut. bruno dorn verlag, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-942311-08-3.
  • ARMUT – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft. Primus Verlag Darmstadt und Universität Trier, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-896788-59-7.
  • Pauvre Luxembourg. Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg, München 2011, ISBN 978-3-943157-09-3.
  • Fluid Artcanal International. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 2006, ISBN 978-3-938821-57-2.
  • Albrecht Wild / Suzanne Wild - keep it in the family. Museum Goch / Neuer Kunstverein Aschaffenburg e.V. / Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden 2000, ISBN 3-926245-46-8.
  • Zeitgenössische Kunst in der Deutschen Bank. Dumont, Köln 1994. ISBN 3-7701-3461-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website zur Ausstellung von Albrecht Wild: „Und wehe Du stellst Dein Glas hier ab“, abgerufen am 28. Februar 2014
  2. Albrecht und Suzanne Wilds Arbeit „Boatpeople“ für das Projekt „Fluid Artcanal International“, abgerufen am 28. Februar 2014
  3. Interview mit Albrecht Wild zu seiner Arbeit „Boatpeople“, abgerufen am 28. Februar 2014
  4. Link zur Armut-Ausstellung im Stadtmuseum Simeonstift und Rheinisches Landesmuseum Trier, abgerufen am 28. Februar 2014
  5. Ausstellungsrezension zu „Armut. Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“, abgerufen am 28. Februar 2014
  6. Link zum „Flagupy – Literatur der Armut“-Fahnenprojekt Im Rahmen des Georg Büchner Gedenkjahres 2013, abgerufen am 28. Februar 2014