Alexander Koblenz

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Alexander Koblenz (lettisch Aleksandrs Koblencs; * 3. September 1916 in Riga; † 8. Dezember[1] 1993 in Berlin) war ein lettischer Schachmeister, -trainer und -journalist.

Turnierschach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Koblenz gewann viermal die Meisterschaft von Lettland, nämlich 1941, 1945, 1946 und 1949.

Schachtrainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koblenz war langjähriger Trainer und Berater von Michail Tal, unter anderem bei dessen WM-Kampf 1960 gegen Botwinnik.[2] Auch betreute er die UdSSR-Mannschaft bei der Schacholympiade 1956 in Moskau und 1960 in Leipzig.

Schachautor und -journalist[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koblenz verfasste mehrere, in viele Sprachen übersetzte Trainings- und Lehrbücher. Zu seinen einflussreichsten Lehrwerken wurden Schachtraining (in deutscher Übersetzung erstmals 1978) und Schachstrategie (in deutscher Übersetzung erstmals 1982), die beide in immer neuen Auflagen erschienen. Seine 1987 veröffentlichte Autobiografie trägt den Titel Schach lebenslänglich. Mehrere Jahre war er Redakteur der lettischen Schachzeitschrift Šahs. Seit 1991 war er in Berlin Chefredakteur der Zeitschrift Schach-Journal.

Schriften in deutscher Übersetzung (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schachtraining. Der Weg zum Erfolg. de Gruyter, Berlin 1978.
  • Schachtraining mit Exweltmeister Tal. Rau, Düsseldorf 1978.
  • Schach-Kombinationen. Franckh, Stuttgart 1980.
  • Schachstrategie. Ein Intensivkurs mit Übungen und ausführlichen Lösungen. Falken-Verlag, Niedernhausen 1982.
  • Der Weg zum Erfolg, 2 Bände. Sportverlag, Berlin 1982 (Bd. 1) und 1983 (Bd. 2).
  • Schach lebenslänglich. Erinnerungen eines Erfolgstrainers. de Gruyter, Berlin 1987, ISBN 3-11-010183-1 (3. Aufl.: Joachim Beyer Verlag, Eltmann 2015, ISBN 978-3-940417-82-4).
  • Schach positionell. Sportverlag, Berlin 1991.
  • Schach spielend leicht kombinieren. Sportverlag, Berlin 1991.
  • Schach richtig analysieren. Sportverlag, Berlin 1993.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todesanzeige in Latvijas Jaunatne vom 14. Dezember 1993 (im Nachwort der deutschsprachigen Ausgabe der Autobiografie wird auf S.257 der 9. Dezember genannt).
  2. Alexander Koblenz: Schach lebenslänglich. Joachim Beyer Verlag, Eltmann, 3. Aufl. 2015, S. 173–195.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]