Alexander Rueb

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Alexander Rueb (* 27. Dezember 1882 in Den Haag; † 2. Februar 1959 ebenda) war ein niederländischer Schachfunktionär, Schachspieler und Liebhaber der Schachkomposition. Er war der erste Präsident des Weltschachbundes FIDE.

Schachfunktionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueb war bei der Gründung der FIDE 1924 in Paris dabei. Er wurde zum ersten Präsidenten ernannt. Dieses Amt hatte er bis 1949 inne. Rueb benutzte auch, soweit bekannt, erstmals 1945 das heutige FIDE-Motto Gens una sumus.[1]

Schachkomposition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueb sammelte Studien, vorwiegend aus dem Bereich der Endspielstudien. Für die Dokumentation dieser Studien entwickelte er eine eigene Systematik. Seine Arbeiten veröffentlichte er in dem 10-bändigen Werk De Schaakstudie, das zwischen 1945 und 1955 erschien.

Seine Datensammlung auf Karteikarten hat die niederländisch-flämische Vereinigung für Freunde der Endspielstudie ARVES (Alexander Rueb Vereniging voor Eindspel Studie) übernommen.

Schachspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rueb war auch ein starker Schachspieler. So vertrat er die Niederlande bei der inoffiziellen Schacholympiade 1924 in Paris mit einem Ergebnis von 4,5 Punkten aus 13 Partien.[2]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Beruf war Rueb Rechtsanwalt. Ab 1908 arbeitete er am Obersten Holländischen Gerichtshof Hoge Raad, später als Richter und Diplomat.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edward Winter, Item 5184
  2. Alexander Ruebs Ergebnisse bei inoffiziellen Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]