Altenerding

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Altenerding
Stadt Erding
Wappen von Altenerding
Koordinaten: 48° 17′ 35″ N, 11° 54′ 19″ O
Höhe: 466 m ü. NN
Einwohner: 8196 (2012)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 84435

Altenerding ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Erding. Bis zur Gemeindegebietsreform 1978 bildete Altenerding eine eigene Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenerding grenzt südlich an die Kernstadt Erding an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

788 wurde die Siedlung „Ardeoingas“ das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkte König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. Der Ortsname wird vom Personennamen Ardeo abgeleitet und bezog sich vor der Gründung der Herzogsstadt Erding 1228 auf Altenerding. Die im Kern spätgotische Pfarrkirche St. Mariae Verkündigung ist ein Bau von Anton Kogler 1721–1724.[2] Altenerding war seit 1483 Sitz einer Hofmark, die zeitweise im Besitz der Grafen von Haag war und später zum bayerischen Pfleggericht Erding zählte. Die Gemeinde Altenerding entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818. Die ehemalige Gemeinde umfasste zuletzt neben Altenerding die Orte Ammersdorf, Aufhausen, Bergham, Graß, Indorf, Itzling, Kiefing, Klettham, Neuhausen, Pretzen, Schollbach, Singlding, Straß, Voggenöd, Werndlfing und Ziegelstatt.[3] Der Ort Sankt Paul gehörte ursprünglich auch zur Gemeinde Altenerding, von der wechselte er zwischen 1885[4] und 1900[5] nach Erding. Bis zur Volkszählung 1885 wird eine Einöde Wasenstatt als Ort aufgeführt.[4][5] Bis 1924 gehörte Heilig Blut (Erding) zur Gemeinde.[6] Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Erding eingemeindet.[7]

Mariensäule

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. erding.de: Daten & Statistiken
  2. Denkmalliste für Erding (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  3. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 19 (Digitalisat).
  4. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 75 (Digitalisat).
  5. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 88 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 44, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Erding, Fußnote 3).
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 573.