Aluminiumtristearat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Strukturformel von Aluminiumtristearat
Allgemeines
Name Aluminiumtristearat
Andere Namen
  • Aluminiumtrioctadecanoat
  • Aluminiumstearat
  • ALUMINUM TRISTEARATE (INCI)[1]
Summenformel C54H105AlO6
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 637-12-7
EG-Nummer 211-279-5
ECHA-InfoCard 100.010.254
PubChem 12496
ChemSpider 11983
DrugBank DB11290
Wikidata Q447821
Eigenschaften
Molare Masse 877,35 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,01 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

105–115 °C[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser[2]
  • löslich in Ethanol und Benzol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Aluminiumtristearat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aluminiumverbindungen und Fettsäuresalze (Metallseifen). Es ist das Aluminiumsalz der Stearinsäure.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumtristearat kann durch Reaktion von Stearinsäure mit Aluminiumhydroxid oder mit Aluminiumtriisopropylat gewonnen werden.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumtristearat ist ein weißer brennbarer Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[2] Die Zündtemperatur liegt bei 375 °C.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumstearat wird in vielen Industriezweigen als Verdickungsmittel verwendet. So wird es in Lacken, Farben, Drucktinten und Reinigungsmitteln in Suspensionen zur Viskositätserhöhung verwendet. Es wird auch als Mattierungsmittelzusatz in Farben und Lacken eingesetzt. In Gummi wird es bei der Verarbeitung verwendet, und in der Kunststoffindustrie ist es in Decklacken für beschichtete Gewebe enthalten. Es dient auch in Pulverform der Schmierung und Abdichtung, sowie bei der Herstellung von Rostschutzausrüstungen und Entschäumern.[3] Weiterhin wird es zur Hydrophobierung von saugfähigen Materialien wie Papier, Textilien und Beton eingesetzt. In der Medizin wird es auch als Gelbildner für Oleogele sowie zur Viskositätserhöhung verwendet.[5][4]

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu ALUMINUM TRISTEARATE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 18. September 2021.
  2. a b c d e f g h Eintrag zu Aluminiumtristearat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. Dezember 2019. (JavaScript erforderlich)
  3. a b MP Biomedicals: Aluminum stearate@1@2Vorlage:Toter Link/www.mpbio.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. .
  4. a b Arnold Willmes: Taschenbuch chemische Substanzen: Elemente – Anorganika – Organika, ISBN 978-3-8171-1787-1; S. 80.
  5. F. von Bruchhausen, Hermann Hager: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, S. 149.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]