Amethystglanzstar

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Amethystglanzstar
Männlicher Amethystglanzstar

Männlicher Amethystglanzstar

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Sturninae
Gattung: Cinnyricinclus
Art: Amethystglanzstar
Wissenschaftlicher Name
Cinnyricinclus leucogaster
(Boddaert, 1783)

Der Amethystglanzstar (Cinnyricinclus leucogaster) ist ein Singvogel aus der Familie der Stare (Sturnidae). Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 16 und 18 Zentimetern.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der männliche Amethystglanzstar hat ein weißes Bauchgefieder, besonders auffällig ist das metallisch violett glänzendes Gefieder am Rücken und dem Kopf. Die Jungvögel und das Weibchen sind am Kopf und der Rücken bräunlich gefärbt. Der Bauch ist weiß mit braunen Tupfen. Der Schnabel und die Beine der Vögel sind schwarz.

weiblicher Amethystglanzstar

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Vogelart kommt im Südwesten der Arabischen Halbinsel sowie in Afrika südlich der Sahara vor. Er bewohnt die Regenwälder, Savannen. Kommt aber auch in Parks und Gärten menschlicher Siedlungen vor.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sehr geselligen Vögel leben in Kolonien zusammen. Der Amethystglanzstar ernährt sich von Früchten, aber auch von Insekten, vor allem Termiten, welche er im Fluge fängt. Sie sind je nach Verbreitungsgebiet ganzjährig standorttreu oder leben nomadisch.

Mehrere Amethystglanzstare bei der Futtersuche

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Nest, welches aus Federn, Pflanzenmaterial und Kot zusammengesetzt ist wird von den Vögeln in Höhlen alter Bäume angelegt. Das Weibchen legt bis zu 6 Eier, welche bis zu 18 Tage bebrütet werden. Nach etwa 3 Wochen werden die Jungen flügge.

Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und da für diese Art keinerlei Gefährdung bekannt ist, stuft die IUCN (Weltnaturschutzunion) diese Art als „nicht gefährdet“ (Least Concern) ein.

Unterarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher sind drei Unterarten bekannt:[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die große Enzyklopädie der Vögel: S. 351, 353 Verlag: Orbis Verlag, 1996 (deut. Übersetzung aus dem Englischen) ISBN 3-572-00810-7
  • Die BLV Enzyklopädie Vögel der Welt S.531 Verlag: BLV, München Wien Zürich 2004 ISBN 3-405-16682-9
  • Pieter Boddaert: Table des planches enluminéez d’histoire naturelle de M. D’Aubenton: avec les denominations de M.M. de Buffon, Brisson, Edwards, Linnaeus et Latham, precedé d’une notice des principaux ouvrages zoologiques enluminés. NA, Utrecht 1783 (biodiversitylibrary.org).
  • Claude Henry Baxter Grant, Cyril Winthrop Mackworth-Praed: A new Race of Violet-backed Starling from Arabia. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 63, Nr. 445, 1942, S. 7 (biodiversitylibrary.org).
  • José Vicente Barbosa du Bocage in Otto Finsch und Gustav Hartlaub: Baron Carl Claus von der Decken's Reisen in Ost-Afrika: Die Vögel Ost-Afrikas. Band 4. C. F. Winter'sche Verlagshandlung, Leipzig, Heidelberg 1870 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IOC World Bird List Nuthatches, Wallcreeper, treecreepers, mockingbirds, starlings & oxpeckers.
  2. Pieter Boddaert, S. 39.
  3. Claude Henry Baxter Grant u. a., S. 7.
  4. José Vicente Barbosa du Bocage, S. 867.