Aminocyclopyrachlor

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Strukturformel
Strukturformel von Aminocyclopyrachlor
Allgemeines
Name Aminocyclopyrachlor
Andere Namen

6-​Amino-​5-​chlor-​2-​cyclopropyl-​4-​pyrimidincarbonsäure

Summenformel C8H8ClN3O2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit charakteristischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 858956-08-8
  • 858956-35-1 Kaliumsalz
  • 858954-83-3 Methylester
PubChem 17747875
Wikidata Q4746454
Eigenschaften
Molare Masse 213,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

140,8 °C[1]

Dampfdruck

vernachlässigbar[1]

pKs-Wert

4,63[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (3 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: 412
P: 273 [1]
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Aminocyclopyrachlor ist eine chemische Verbindung des Chlors aus der Gruppe der Pyrimidine.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aminocyclopyrachlor ist ein weißer kristalliner Feststoff mit charakteristischem Geruch.[1] Es ist eine schwache Säure.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aminocyclopyrachlor, sein Kaliumsalz und sein Methylester werden als Herbizid verwendet. Es ähnelt strukturell Aminopyralid und wurde von DuPont entwickelt. Die Zulassung in den USA erfolgte 2010. Die Wirkung beruht auf der Beeinflussung des Auxins.[3][2][4] Die Verbindung wurde 2005 von der EFSA bewertet.[5] 2011 berichtete die New York Times, dass Aminocyclopyrachlor für das Absterben von Nadelbäumen verantwortlich gemacht wird.[6] In der Europäischen Union und in der Schweiz ist Aminocyclopyrachlor nicht als Pflanzenschutzwirkstoff zugelassen.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j Datenblatt Aminocyclopyrachlor bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Mai 2017 (PDF).
  2. a b c USDA Forest Service: Aminocyclopyrachlor, Human Health and Ecological Risk Assessment - Harold Thistle, abgerufen am 25. August 2015
  3. Eintrag zu Aminocyclopyrachlor in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 25. August 2015.
  4. Richard P. Pohanish: Sittig's Handbook of Pesticides and Agricultural Chemicals. William Andrew, 2014, ISBN 1-4557-3157-9, S. 30 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. EFSA: Scientific support for preparing an EU position in the 47th Session of the Codex Committee on Pesticide Residues (CCPR), abgerufen am 25. August 2015
  6. The New York Times: Imprelis Herbicide Suspected in Tree Deaths - The New York Times, abgerufen am 25. August 2015
  7. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag im nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnis der Schweiz; abgerufen am 20. Juni 2016.