An Mein Volk

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Beginn des Aufrufs An Mein Volk

Mit dem Aufruf An Mein Volk wandte sich der preußische König Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813 in Breslau an sein Volk, „Brandenburger, Preußen, Schlesier, Pommern, Litthauer“, und bat um Unterstützung für den Kampf gegen Kaiser Napoleon I. Am selben Tag erfolgte die Kriegserklärung Preußens an Frankreich.[1]

Der Aufruf wurde in der schlesischen Metropole Breslau veröffentlicht, in die sich der König Ende Januar 1813 begeben hatte, weil in der Hauptstadt Berlin aufgrund der französischen Besatzung seine Sicherheit gefährdet war. Mit dem Aufruf wandte sich das erste Mal in der preußischen Geschichte der Monarch direkt an sein Volk. Der Aufruf stellte damit gleichzeitig auch den Beginn eines Wandels im Verhältnis des Königs zum Volk dar.

Den Text hatte der preußische Staatsrat Theodor Gottlieb von Hippel entworfen. Die Verbreitung erfolgte durch Abdruck in der Schlesischen privilegirten Zeitung am 20. März 1813.

Dem Aufruf, der die Einheit von Krone, Staat und Nation beschwor, war im Februar die Bildung eines Volksheeres sowie der Freiwilligen Jäger und des Lützowschen Freikorps vorangegangen. So konnte Preußen neben Russland die Hauptlast der Befreiungskriege tragen.

Gleichzeitig mit dem Aufruf An Mein Volk stiftete der König auch das Eisernes Kreuz als Kriegsauszeichnung ohne Standesunterschied, datierte dessen Stiftungsurkunde jedoch auf den 10. März zurück, um eine Verbindung mit seiner verstorbenen Frau, Königin Luise, deren Geburtstag der 10. März war, herzustellen. Zeitgleich veröffentlichte die Schwägerin des Königs, Prinzessin Marianne von Preußen, ihren Aufruf der königlichen Prinzessinnen an die Frauen im preußischen Staate und initiierte damit die Bewegung „Gold gab ich für Eisen“.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Zu den Ereignissen siehe Thomas Stamm-Kuhlmann: König in Preußens großer Zeit, Siedler Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-88680-327-9, S. 365–372