Analprolaps

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Klassifikation nach ICD-10
K62.2 Analprolaps
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Unter einem Analprolaps wird in der Medizin der Vorfall (Prolaps) der Schleimhaut des Analkanals durch den Anus verstanden.[1] Die Ursache ist in den meisten Fällen ein Hämorrhoidalleiden 4. Grades.[2]

Diagnostik[Bearbeiten]

Wichtig ist die Abgrenzung zum Rektumprolaps, bei dem nicht nur die Schleimhaut, sondern alle Schichten des Enddarms aus dem Anus austreten. Die Abgrenzung bereitet aufgrund des unterschiedlichen Aussehens des vorgefallenen Gewebes (radiäre Faltung beim Analprolaps, zirkuläre Faltung beim Rektumprolaps) in der Regel keine Probleme.

Da eine Einflussstauung infolge eines tiefsitzenden Rektumkarzinoms die seltene Ursache eines Analprolapses sein kann, muss durch eine entsprechende endoskopische Untersuchung (Rektoskopie, Koloskopie) ein Karzinom ausgeschlossen werden.

Therapie[Bearbeiten]

Der Analprolaps wird chirurgisch versorgt. Die Hämorrhoidektomie in ihren verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten ist Mittel der Wahl.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Henning Rohde, Lehratlas der Proktologie, S. 98, ISBN 3131408812
  2. K.-H. Reutter: Anus. In: K.-H. Reutter (Hrsg.): Chirurgie: Intensivkurs zur Weiterbildung. Georg Thieme, 2004, ISBN 3-131-26345-8, S. 185. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
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