Anat Czarny

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anat Czarny, 2015

Anat Czarny (* 13. Juni 1984 in Israel) ist eine israelische Opern-, Konzert- und Liedsängerin (Mezzosopran).[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anat Czarny hatte von Kindheit an Freude am Singen und begeisterte sich für die Musik, die sie im Radio oder während ihres Ballettunterrichts hörte. Später entstand durch private Kontakte zu Sängern die Motivation, Gesang zu üben, und im Alter von 22 Jahren der Entschluss, Opernsängerin zu werden.[2] Sie studierte an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv und vervollständigte ihre Ausbildung im Meitar-Opernstudio der Israeli Opera, in dem sie die Rollen Hänsel in Hänsel und Gretel (Humperdinck), Cherubino in Le nozze di Figaro, Dorabella in Così fan tutte (Mozart), Dido in Dido and Aeneas (Purcell), Flora in La traviata (Verdi) einstudierte.[3] In der Folgezeit war sie als Solistin an verschiedenen Produktionen der Israeli Opera beteiligt und trat daneben als Konzertsolistin mit bedeutenden Ensembles und Orchestern Israels auf, z.B. als Altsolistin in der 2. Sinfonie von Gustav Mahler bei einer Aufführung des Jerusalem Symphony Orchestra unter Frédéric Chaslin im Oktober 2014.[4] Im Juli/August 2015 nahm sie im Rahmen der Kammeroper Schloss Rheinsberg an einer Meisterklasse von Stephan Rügamer teil und überzeugte mit ihrer Leistung beim Abschlusskonzert.[5] Ihr Operndebüt in Deutschland führte sie im April 2017 als Prince Charmant in Massenets Cendrillion an das Theater Freiburg.[6]

Anat Czarny ist mit dem auch in Deutschland bekannten israelischen Schauspieler Doron Amit verheiratet. In Europa wird sie von der Agentur Crescendi Artists, Kopenhagen vertreten.[7]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anat Czarny war im August 2015 Finalistin des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti.[8]

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An namhaften Opernhäusern stellte Anat Czarny u.a. die folgenden Rollen dar:

Ihr Konzertrepertoire deckt ein weites Spektrum von Stilepochen und Musikgattungen ab.[10] Es umfasst Lieder in kammermusikalischer Besetzung von Alter Musik bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Ebenso trat sie auch als Solistin in Werken mit Orchester wie dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart[11] und der 2. Sinfonie von Gustav Mahler auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografien der Finalisten des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti, Aug. 2015. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  2. Barry Davis: Charny's Charm. Jerusalem Post, 24. November 2016, abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  3. Biografie von Anat Czarny auf der Webseite der Israeli Opera. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  4. Videodokument (Youtube) 2. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem JSO am 17. Okt. 2014. Frédéric Chaslin, 10. Dezember 2014, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  5. Regine Buddeke: Abschlusskonzert im Schlosstheater - Meisterhafter Gesang in Rheinsberg. Märkische Allgemeine, 3. August 2015, abgerufen am 28. März 2017 (deutsch).
  6. Heinz W. Koch: Aschenputtel im Zirkus. Barbara Mundel und Olga Motta inszenierten Jules Massenets Oper "Cendrillon" in Freiburg. Badische Zeitung, 10. April 2017, abgerufen am 10. April 2017 (deutsch).
  7. Agenturkontakt laut persönlicher Mitteilung der Künstlerin. Webseite der Agentur: http://www.crescendiartists.com, Ansprechpartner Ognyan Georgiev
  8. Videodokumentation des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti, Aug. 2015. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, 25. August 2016, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  9. Akko Opera Festival - Giulio Cesare in Egitto. The Israeli Opera, abgerufen am 6. August 2017 (englisch).
  10. Playlist (Youtube) der Videobeispiele zu Anat Czarny. Abgerufen am 26. März 2017.
  11. Videodokument: Mozart "Requiem" K.626 in Acco Opera Festival, 20. Juni .2014. Abgerufen am 7. Juni 2017 (englisch).