Anat Czarny

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Anat Czarny, 2015

Anat Czarny (* 13. Juni 1984 in Israel) ist eine israelische Opern-, Konzert- und Liedsängerin (Mezzosopran).[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anat Czarny hatte von Kindheit an Freude am Singen und begeisterte sich für die Musik, die sie im Radio oder während ihres Ballettunterrichts hörte. Später entstand durch private Kontakte zu Sängern die Motivation, Gesang zu üben, und im Alter von 22 Jahren der Entschluss, Opernsängerin zu werden.[2] Sie studierte an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv und vervollständigte ihre Ausbildung im Meitar-Opernstudio der Israeli Opera, in dem sie die Rollen Hänsel in Hänsel und Gretel (Humperdinck), Cherubino in Le nozze di Figaro, Dorabella in Così fan tutte (Mozart), Dido in Dido and Aeneas (Purcell), Flora in La traviata (Verdi) einstudierte.[3] In der Folgezeit war sie als Solistin an zahlreichen Produktionen der Israeli Opera beteiligt, z. B. als Gianetta in Donizettis L’elisir d’amore, als Stéphano in Gounods Roméo et Juliette, beim Akko Opera Festival 2017 als Sesto in Händels Giulio Cesare in Egitto[4], im Januar 2018 als Hermia in Benjamin Brittens A Midsummer Night's Deam[5], im Februar 2018 als Zerlina in Mozarts Don Giovanni[6] und im Juni 2018 als Dido in Henry Purcells Dido and Aeneas.[7]

Als Konzertsolistin trat sie mit bedeutenden Ensembles und Orchestern Israels auf, z. B. als Altsolistin in der 2. Sinfonie von Gustav Mahler bei einer Aufführung des Jerusalem Symphony Orchestra unter Frédéric Chaslin im Oktober 2014.[8] Im Juli/August 2015 nahm sie im Rahmen der Kammeroper Schloss Rheinsberg an einer Meisterklasse von Stephan Rügamer teil und überzeugte mit ihrer Leistung beim Abschlusskonzert.[9] Ihr Operndebüt in Deutschland führte sie im April 2017 als Prince Charmant in Massenets Cendrillion an das Theater Freiburg.[10]

Anat Czarny ist mit dem auch in Deutschland bekannten israelischen Schauspieler Doron Amit verheiratet. In Europa wird sie von der Agentur Crescendi Artists, Kopenhagen vertreten.[11]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anat Czarny war im August 2015 Finalistin des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti.[12]

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An namhaften Opernhäusern und bei bedeutenden Festivals stellte Anat Czarny u. a. die folgenden Rollen dar:

Ihr Konzertrepertoire deckt ein weites Spektrum von Stilepochen und Musikgattungen ab.[13] Es umfasst Lieder in kammermusikalischer Besetzung von Alter Musik bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Ebenso trat sie auch als Solistin in Werken mit Orchester wie dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart[14] und der 2. Sinfonie von Gustav Mahler auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jules Massenet: Cendrillon mit Anat Czarny als Prince Charmant. Liveaufzeichnung aus dem Theater Freiburg, April/Mai 2017. DVD erschienen bei Naxos (2018).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografien der Finalisten des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti, Aug. 2015. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, archiviert vom Original am 12. September 2015; abgerufen am 31. März 2018 (englisch).
  2. Barry Davis: Charny's Charm. Jerusalem Post, 24. November 2016, archiviert vom Original am 27. April 2017; abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  3. Biografie von Anat Czarny auf der Webseite der Israeli Opera. Abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  4. Akko Opera Festival - Giulio Cesare in Egitto. The Israeli Opera, abgerufen am 6. August 2017 (englisch).
  5. Buzzy Gordon: A sensuous, whimsical Midsummer Night’s Dream. Ynet News, 9. Januar 2017, abgerufen am 9. Januar 2017 (englisch).
  6. Anat Czarny: Vedrai Carino - Anat Czarny. Videodokument in Youtube, 24. März 2018, abgerufen am 24. März 2018.
  7. Ury Eppstein: CONCERT REVIEW: Dido and Aeneas. Jerusalem Post, 9. Juni 2018, abgerufen am 10. Juni 2018.
  8. Videodokument (Youtube) 2. Sinfonie von Gustav Mahler mit dem JSO am 17. Okt. 2014. Frédéric Chaslin, 10. Dezember 2014, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  9. Regine Buddeke: Abschlusskonzert im Schlosstheater - Meisterhafter Gesang in Rheinsberg. Märkische Allgemeine, 3. August 2015, abgerufen am 28. März 2017.
  10. Heinz W. Koch: Aschenputtel im Zirkus. Barbara Mundel und Olga Motta inszenierten Jules Massenets Oper "Cendrillon" in Freiburg. Badische Zeitung, 10. April 2017, abgerufen am 10. April 2017.
  11. Agenturkontakt laut persönlicher Mitteilung der Künstlerin. Webseite der Agentur: http://www.crescendiartists.com, Ansprechpartner Ognyan Georgiev
  12. Videodokumentation des 6. Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti, Aug. 2015. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, 25. August 2016, abgerufen am 26. März 2017 (englisch).
  13. Playlist (Youtube) der Videobeispiele zu Anat Czarny. Abgerufen am 26. März 2017.
  14. Videodokument: Mozart "Requiem" K.626 in Acco Opera Festival, 20. Juni .2014. Abgerufen am 7. Juni 2017 (englisch).