Andreas Külzer (Historiker)

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Andreas Külzer (* 29. Dezember 1962 in Leverkusen) ist ein deutscher Byzantinist und Historischer Geograph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Külzer studierte an der Universität zu Köln zunächst Rechtsgeschichte,[1] dann Byzantinistik, Alte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte. Er schloss 1990 mit dem Magister Artium ab und promovierte 1993. Von 1994 bis 1997 war er Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seit 1997 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien. Zwischen 1997 und 2005 war er in der Kommission für die Tabula Imperii Byzantini tätig, seit 2006 am neu begründeten Institut für Byzanzforschung. Im Februar 1999 wurde er an der Universität zu Köln habilitiert, im März 2007 wurde er dort zum außerplanmäßigen Professor für Byzantinistik ernannt.

Er gibt Lehrveranstaltungen an den Universitäten Köln und Wien; 2002 war er Visiting Professor an der Central European University in Budapest. Külzer ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Byzantinischen Gesellschaft.

Seine Veröffentlichungen befassen sich vornehmlich mit Fragestellungen zur Historischen Geographie des byzantinischen Raumes sowie mit der byzantinischen Historiographie, Kultur- und Mentalitätsgeschichte.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peregrinatio graeca in Terram Sanctam. Studien zu Pilgerführern und Reisebeschreibungen über Syrien, Palästina und den Sinai aus byzantinischer und metabyzantinischer Zeit (= Studien und Texte zur Byzantinistik. Bd. 2). Peter Lang, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-631-46784-2 (= Dissertation, Universität Köln, 1993).
  • Disputationes graecae contra Iudaeos. Untersuchungen zur byzantinischen antijüdischen Dialogliteratur und ihrem Judenbild (= Byzantinisches Archiv. Bd. 18). Teubner, Stuttgart/Leipzig 1999, ISBN 3-519-07741-8 (= Habilitationsschrift, Universität Köln, 1998/99).
  • mit Klaus Belke, Ewald Kislinger, Maria A. Stassinopoulou (Hrsg.): Byzantina Mediterranea. Festschrift für Johannes Koder zum 65. Geburtstag. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2007, ISBN 978-3-205-77608-6.
  • Ostthrakien (Eurōpē) (= Tabula Imperii Byzantini. Bd. 12; = Denkschriften. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Bd. 369). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2008, ISBN 978-3-7001-3945-4.
  • mit Ewald Kislinger und Johannes Koder (Hrsg.): Handelsgüter und Verkehrswege. Aspekte der Warenversorgung im östlichen Mittelmeerraum, 4. bis 15. Jahrhundert (= Denkschriften. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Bd. 388). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2010, ISBN 978-3-7001-6680-1.
  • Byzanz. Theiss, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-8062-2417-7.
  • mit Leena Mari Peltomaa und Pauline Allen (Hrsg.): Presbeia Theotokou: The Intercessory Role of Mary across Times and Places in Byzantium (4th -- 9th Century) (= Denkschriften. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-historische Klasse. Bd. 481). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2015, ISBN 978-3-7001-7602-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autorenangaben@1@2Vorlage:Toter Link/www.peterlang.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Website des Verlags Peter Lang, abgerufen am 22. Mai 2012.