Andrew Grove

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Andrew Grove, 1997

Andrew Stephen „Andy“ Grove (* 2. September 1936 in Budapest; eigentlich Gróf András István [ɡroːf ˈɒndraːʃ ˈiʃtvaːn]; † 21. März 2016 in Los Altos, Kalifornien[1][2]) wurde als Mitbegründer der Firma Intel bekannt und galt darüber hinaus als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der US-Wirtschaft.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grove wurde 1936 als Sohn einer ungarischen jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Die Naziherrschaft überlebte er, da er mit seiner Mutter bei einer christlichen Familie versteckt wurde.

Enttäuscht von der politischen Entwicklung Ungarns in den 1950er Jahren, verließ er nach dem missglückten Volksaufstand Ende 1956 das Land in Richtung USA und änderte seinen Namen in Andrew S. Grove. 1958 heiratete er seine Frau Eva, die ebenfalls aus Ungarn geflüchtet war. Das Paar bekam zwei Töchter. 1962 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Sein Studium der Chemie schloss er 1960 in den USA ab und promovierte 1963 an der University of California, Berkeley. Als Assistent ging er 1967 zu Fairchild Semiconductor in die Forschung und Entwicklung. Der damalige Chef dieser Abteilung war Gordon Moore, der ihn sein ganzes Leben begleiten sollte.

Moore und Robert Noyce gründeten 1968 das Unternehmen Intel, Grove stieß kurz darauf hinzu. Spitzname von Grove bei Intel war Mr. Clean. 1998 zog sich Grove als CEO von Intel zurück, übernahm aber im Anschluss noch bis November 2004 die Leitung des Verwaltungsrates. 1997 wurde er vom Time magazine zum “Man of the Year” ernannt, da ihm der erstaunliche Fortschritt und das innovative Potential von Microchips zu verdanken seien.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. S. Grove: Physics and Technology of Semiconductor Devices. Wiley, 1967, ISBN 0-471-32998-3.
  • A. S. Grove: One on One With Andy Grove. Penguin Putnam, 1988, ISBN 0-14-010935-8.
  • A. S. Grove: High Output Management. Random House, 1995, ISBN 0-679-76288-4. (erstmals erschienen 1983)
  • A. S. Grove: Only the Paranoid Survive. Doubleday, 1996, ISBN 0-385-48258-2.
  • A. S. Grove: Swimming Across: A Memoir 2001, ISBN 0-446-67970-4.
  • Robert Burgelman and A. S. Grove: Strategy Is Destiny: How Strategy-Making Shapes a Company's Future 2001, ISBN 0-684-85554-2.
  • Robert A. Burgelman, Andrew S. Grove and Philip E. Meza: Strategic Dynamics: Concepts and Cases. McGraw-Hill/Irwin, 2005, ISBN 0-07-312265-3.

Bücher zu Andrew Grove[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tim Jackson: Inside Intel - Andy Grove and the Rise of the World's Most Powerful Chip Company 1997, ISBN 0-525-94141-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrew Grove – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew S. Grove 1936 – 2016
  2. Andrew S. Grove 1936 – 2016
  3. 2004 hat die Wharton School of Business (Ivy League) ihn als "Most Influential Business Person of the Last 25 Years." bezeichnet. Vgl. Koven, Steven G.; Gotzke, Frank. American Immigration Policy: Confronting the Nation's Challenges, Springer Science (2010) p. 81.