Anna Frebel

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Anna Frebel (2018)

Anna Frebel (* 1980 in Berlin) ist eine deutsche Astronomin und Astrophysikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Frebel wuchs in Göttingen auf. Nach dem Abitur begann sie in Freiburg im Breisgau ein Physikstudium, das sie in Australien fortsetzte. Sie promovierte am Mount Stromlo Observatory der Australian National University in Canberra. Mit einem Stipendium (W. J. McDonald Postdoctoral Fellowship) setzte sie 2006 ihre wissenschaftliche Laufbahn an der University of Texas in Austin und 2009 mit einem Clay Postdoc Fellowship am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge (Massachusetts) fort. Seit 2012 ist sie Assistant Professor für Physik am Massachusetts Institute of Technology.

Sie ist Mutter eines Sohnes. [1]

Entdeckungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2005 war sie Mitentdeckerin von HE 1327-2326, dem eisenärmsten bisher bekannten Stern. Im Jahr 2007 folgte HE 1523−0901 mit einem Alter von ungefähr 13,2 Milliarden Jahren. Beide zählen zu den ältesten bekannten Sternen der Milchstraße. 2014 berichtete sie mit anderen Autoren von der Entdeckung des Sterns SMSS J031300.36-670839.3 im südlichen Sternbild Kleine Wasserschlange. Er gehöre wahrscheinlich zur zweiten Generation von Sternen, die kurz nach der Geburt des Kosmos vor 13,7 Milliarden Jahren entstanden.[2]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstlerische Darstellung von HE 1523-0901, einer der ältesten bekannten Sterne (Grafik der ESO)

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf der Suche nach den ältesten Sternen. Fischer, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-021512-3.
  • Astronomical Society of the Pacific (Hrsg.): New horizons in astronomy : Frank N. Bash Symposium 2007 : proceedings of a workshop held at the University of Texas, Austin, Texas, USA, 14–16 October 2007. San Francisco 2008.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hannes Stein: Anna Frebel. In: Welt online. 28. Juli 2012.
  • Laura Ewert: Anna Frebel. In: Interview, deutsche Ausgabe, Heft 9/2012, S. 54

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UFO113 Anna Frebel. Abgerufen am 16. Oktober 2017.
  2.  Christoph Drösser: SMSS0313-6708: Physikerin Frebel findet ältesten Stern. In: zeit.de. 9. Februar 2014, abgerufen im 9. Dezember 2014.
  3. astronomy.org.au: The Charlene Heisler Prize
  4. Anna Frebel beim MIT
  5. dpg-physik.de: Lise-Meitner-Lectures 2010