Antisemitenbund

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Der Antisemitenbund war eine österreichische antisemitische Sammelbewegung und bestand zwischen 1919 und 1938. Sein gedrucktes Organ erschien als Zeitschrift Der Eiserne Besen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antisemitenbund wurde vom christlichsozialen Politiker Anton Jerzabek 1919 in Wien gegründet. Diese antisemitische Sammelbewegung hatte anfangs ihren Sitz in Gersthof (Schindlergasse 20),[1] später in Salzburg.

Der Bund wurde zu Beginn des Austrofaschismus 1933 vom Ständestaat offiziell verboten, da er als Verein der NSDAP galt, durfte aber seine Tätigkeit weiter ausüben. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Bund aufgelöst. Das Organ des Bundes, „Der Eiserne Besen“, erschien von 1919 bis 1922 in Wien, danach bis 1932 in Salzburg. In Diktion und Ausdrucksweise kann die Gazette als Vorläufer des nationalsozialistischen Hetzblattes "Der Stürmer" gesehen werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Benz: Handbuch des Antisemitismus, Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen; de Gruyter, Berlin 2012, S. 33–34. ISBN 978-3-598-24078-2.
  • Bruce F. Pauly: From Prejudice to Persecution: A History of Austrian Anti-semitism, University of North Carolina Press, S. 183 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Antisemitenbund. In: Reichspost, 29. Juni 1919, S. 177. Siehe: [1], aufgerufen am 23. August 2016.