Aquablue

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aquablue ist eine französische Science-Fiction-Comicserie. Sie wurde von Thierry Cailleteau und Olivier Vatine (1. Serie), Ciro Tota (2. Serie) und Stéphane Brangier (3. Serie) geschrieben und gezeichnet.

Die Abenteuerserie setzt sich vor einem Militärhintergrund kritisch mit Themen wie Umweltverschmutzung, Ressourcenausbeutung und Kolonialismus auseinander. Die Serie wurde größtenteils ins Deutsche und Englische übersetzt und ist darüber hinaus auch noch auf Polnisch und Holländisch erschienen.

Themen[Bearbeiten]

Die Haupthandlung von Aquablue erzählt die Jugend des Waisenkindes Wilfried Morgenstern, der als einziger Überlebender des White-Star-Raumschiffes, auf einem von primitiven humanoiden Ureinwohnern bewohnten Wasserplaneten aufwächst. Er wird von seinem Roboterkindermädchen Cybot begleitet und wird von den blauen Ureinwohnern in ihre Mitte genommen und erlernt die Fähigkeiten eines Fischers, Schwimmers und Kämpfers auf übermenschlichem Niveau. Bei seiner Ankunft wird er von einem riesigen Mantarochen gerettet, den die Inselbewohner als Gottheit verehren, diesem Geschehen hat er seinem Spitznamen Nao zu verdanken.

Bände[Bearbeiten]

Band 1-5[Bearbeiten]

Diese Ausgaben umfassen die Hauptserie, die Handlung konzentriert sich auf den Kampf der Ureinwohner gegen den Erdkonzern Texec, der die Rohstoffe ausbeutet und die Bevölkerung versklavt. Die Energiewerke von Texec lassen den tropischen Planeten langsam vereisen, was den Tod für alle Lebewesen bedeuten würde. Nao versucht dies ,zunächst mit Diplomatie, dann mit offenem Kampf zu verhindern. Geschrieben wurden diese Abenteuer von Thierry Cailleteau und gezeichnet von Olivier Vatine.

Band 6-7[Bearbeiten]

Beide Alben behandeln die Vorgeschichte der 1. Serie und führen neue Planeten und Figuren in das Aquablue-Universum ein. Geschrieben und gezeichnet von Ciro Tota.

Band 8-11[Bearbeiten]

In den Ausgaben 8-11 wird die Nachgeschichte zur Hauptserie erzählt. Der Wiederaufbau von Aquablue steht im Mittelpunkt, sowie die Gründung der Aquablue Foundation zum Schutz des Planeten, seiner Flora und Fauna und Bewohner. Großwildjäger, die bedrohte Tierarten ausrotten bilden ein neues Problem für Nao und seine Gefolgsleute. Gezeichnet und geschrieben von Stéphane Brangier.

Band 12[Bearbeiten]

Der Verlag Splitter hat Anfang April 2013 den ersten Teil der Fortsetzung der Serie veröffentlicht: "Aquablue – New Era: 1. Rückkehr zu den Wurzeln". Der Autor des Comics ist Regis Hautiere, die Zeichnungen fertigte Reno.[1][2] Der zweite Teil, "Siebengestirn", ist in Vorbereitung und wurde im Oktober 2013 veröffentlicht. [3]

Zeichenstile[Bearbeiten]

Die Bände 1-5, die von Olivier Vatine gezeichnet wurden, sind stark von der Ligne claire beeinflusst, also klare Linien und keine Schattierungen.

Ciro Tota orientiert sich zwar noch grob am Stil der Anfangsserie, ist aber wesentlich realistischer und sehr nah am Manga. Mit Stéphane Brangier kehrt wieder der klassische Stil von Aquablue in die Serie zurück, bedient sich jedoch an manchen Stellen Schattierungen.

Preise[Bearbeiten]

Auf dem Festival International de la Bande Dessin 1989 gewann Aquablue den Jugendpreis.

Avatar[Bearbeiten]

Der 2009 erschienene Film von James Cameron Avatar – Aufbruch nach Pandora bedient sich vieler Ideen, Charakter Themen und erinnert atmosphärisch und in seiner Handlungsweise stark an Aquablue (1989).

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Aquablue - New Era: 1 bei Splitter
  2. Programmvorschau im Comicreport
  3. Aquablue - New Era: 2 bei Splitter. Band 3 wird im April 2014 veröffentlicht

Weblink[Bearbeiten]