Argumentum ad populum

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Argumentum ad populum (lateinisch argumentum ad populum ‚Beweisrede für das Volk‘) bezeichnet eine rhetorische Taktik, bei der etwas als wahr behauptet wird, weil es der Meinung einer relevanten Mehrheit von Personen, z. B. der öffentlichen Meinung entspricht.[1]

Es handelt sich um eine Sonderform des Autoritätsarguments, bei dem eine Mehrheit als Autorität angeführt wird. Ein spezieller Sonderfall mit hoher Glaubwürdigkeit ist der consensus gentium. Im politischen Populismus wird die Beweiskraft des ad populum beansprucht, jedoch auch ohne dass sichergestellt wird, ob tatsächlich die Meinung einer deutlichen Mehrheit zu Grunde gelegt wird. Es handelt sich allerdings nicht um einen zwingenden Beweis. Wird es als solcher behandelt, so handelt es sich um einen Fehlschluss.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The laws of discursive thought: being a text-book of formal logic, S. xviii Online
  2. Seeking Chances: From Biased Rationality to Distributed Cognition, S. 10 Online