Arthur Böttner

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Arthur Böttner (* 28. Januar 1887 in Walschleben; † 12. Oktober 1947 in Königsberg (Pr.)/Kaliningrad) war ein deutscher Internist. Er leitete das Deutsche Zentralkrankenhaus in Königsberg und war Vorsitzender der Königsberger Ärztekammer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in Erfurt belegte Böttner die Universitäten Marburg und München zum Studium der Medizin. In Marburg wurde er Mitglied der Landsmannschaft Hasso-Guestfalia. 1913 wurde er in Marburg mit einer Arbeit über die interne Therapie der tuberkulösen Peritonitis mit besonderer Berücksichtigung des Marmorek-Antituberkuloseserums zum Dr. med. promoviert. Von 1914 bis 1916 war er Assistent an der Medizinischen Klinik in Marburg bei Max Matthes. Mit ihm ging er 1916 nach Königsberg und wurde dessen I. Assistent und stellvertretender Oberarzt an der Universitätsklinik Königsberg. 1917 habilitierte sich Böttner dortselbst.[1] Im April 1922 ist er zum nb. ao Professor an der Albertina berufen worden. Böttner lieferte eine Reihe wichtiger Arbeiten, vor allem aus den Gebieten der akuten Infektionskrankheiten und des Rheumatismus.[2]

1947, kurz vor der Abtransport in den Westen, erlitt er einen Herzinfarkt, an dessen Folge er starb. Da er auch bei den Russen hohes Ansehen besaß, wurde er mit militärischen Ehren, unter breiter Anteilnahme der Öffentlichkeit, bestattet.

Er war mit der Kinderärztin Dr. Marianne Böttner, geb. Bosshardt, verheiratet.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Gause: Die Geschichte der Stadt Königsberg in Preussen. Band 3, Böhlau, Köln 1971, S. 173.
  • Max Mechow: Namhafte CCer. In: Historia Academica. Band 8/9, S. 26.
  • Harry Scholz, Paul Schroeder: Ärzte in Ost- und Westpreussen: Leben und Leistung seit dem 18. Jahrhundert. Holzner, Würzburg 1970, S. 128 f.
  • Christian Tilitzki: Die Albertus-Universität Königsberg. Band I, S. 505.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über Kollargolanaphleglaxie und ihre Bedeutung für die menschliche Anaphylaxie. Habilitationsschrift. Königsberg (Preußen) 1917.
  2. Deutsches Archiv für klinische Medizin. Band 195, S. 9.
  3. Johanna Bleker, Sabine Schleiermacher: Ärztinnen aus dem Kaiserreich: Lebensläufe einer Generation. Deutscher Studien Verlag, Weinheim 2000, ISBN 3-89271-898-9, S. 238.